Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Der unmoralische Output unserer Wegwerfgesellschaft: Lebensmittelver(sch)wendung

 © Liz Collet

© Liz Collet

Auch unverdorbene Nahrungsmittel werden im großen Umfang weggeworfen oder teuer entsorgt. Eine diese Woche im ORF ausgestrahlte Dokumentation nimmt den Umgang mit Nahrungsmitteln in Österreich auf lokaler Ebene kritisch unter die Lupe. HIER können Sie diese in voller Länge (ca 45 Min.) sehen. Sehenswert.

Erwähnenswert – besser: sehr gern erwähne ich dabei, dass zu denen, die sich dafür mit grossem Engagement einsetzen, Lebenemittel und Speisen „massgerecht“ zuzubereiten auch Tobias Judmaier gehört, den ich zu meinen besonders netten und interessanten Kontakten seit geraumer Zeit eben auch gerade deswegen rechne, weil er so ganz auf meiner Wellenlänge liegt, mit Lebensmitteln kulinarisch jederzeit spielend kreativ umzugehen, aber so damit zu haushalten, dass Überschuss gar nicht erst entsteht. Ich bin selbst so erzogen worden, dass Lebensmittel zu wertvoll sind, als dass man sie wegwerfen dürfe.

Man tut es einfach nicht, sondern wirtschaftet und bevorratet eben so, dass Überschuss gar nicht erst anfällt, noch weniger abfällt – in die Tonne. Ich kenne seit Kindesbeinen nicht anders, als dass eben auch aus Resten die besten Schmankerl noch als weitere Mahlzeit zubereitet werden. Dass man vor dem Einkauf plant und nachdenkt, ob und was man WIRKLICH benötigt.

Als Fotografin vor allem für Food ist es daher von jeher für mich absolut indiskutabel gewesen und geblieben, Foodmodels so manipulieren, damit sie für ein Foto passen. Beispiel: Heidelbeersuppe mit Gelatine so zu binden, dass Griessnockerl nicht darin zu tief versinken können, weil es in Wahrheit bereits völlig durchgeliert ist. Das geht wirklich anders – simpel etwa durch die Wahl des Geschirrs, in dem man Heidelbeersuppe und Nockerl so anrichtet, dass sie nicht zu tief versinken können. Und noch immer anschliessend verzehrt werden. Denn auch das gehört für mich als Foodfotografin wie als Mensch im Umgang mit Lebensmitteln dazu: Essen und Gerichte werden nicht nur für die Kamera gekauft und produziert, sie werden zum Essen gelauft und zubereitet. Und die Kamera steht nur bereits auf dem Weg zwischen Küche und Esstisch parat und auf das fertige Gericht wartend. Und wird nur so kurz eingesetzt, dass die Speise noch immer eisgekühlt oder heiss genussfähig sein wird, wenn sie den Tisch nach dem Klick erreicht.

Mehr zur Sendung finden Sie auch hier.

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