Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Die Hausapotheke: Was sollte drin sein und worauf sollten Sie achten?

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Arzttermin © Liz Collet

Wie oft überprüfen Sie den Zustand Ihrer Hausapotheke und deren Bestand?

Das Verfallsdatum der darin vorhandenen Arzneimittel und Salben?

Einmal im Jahr mindestens sollte die Kontrolle erfolgen und abgelaufene Arzneimittel und Produkte entsorgt und ggf. ersetzt werden. Umfragen zufolge macht das jedoch nur jeder dritte Bürger.

Bei einer repräsentativen Umfrage der GfK-Marktforschung soll fast jeder Zweite der rund 2.000 Befragten angegeben haben, Medikamente auch nach dem Verfallsdatum einzunehmen. Das kann jedoch weit grössere Risiken als die „nur“ schlechtere Wirkungsweise bergen. Denn nach Ablauf des Verfallsdatums können auch gefährlich werdende Zersetzungsprodukte entstehen.

Grund genug, das Thema in einem Beitrag auch hier zu behandeln.

I.

Was sollte überhaupt in einer Hausapotheke vorhanden sein?

Neben den oft genannten Mitteln, die in jede Hausapotheke gehören sollen, spielen dafür auch individuelle Präferenzen eine Rolle. Diese hängen nicht allein davon ab, ob jemand beispielsweise als Allergiker manche Mittel benötigt oder meiden muss oder davon, welche subjektiven Beschwerden der eine oder andere hat, wie etwa Sodbrennen oder Hautempfindlichkeiten und Ähnliches.
In Apotheken kann man Ihnen dazu Beratung geben, was üblicherweise in einer Hausapotheke sinnvoll sein kann und was je nach individuellen Befindlichkeiten und deren -störungen für Sie persönlich geeigneter ist. Auch je nach Vorerkrankungen, chronischen Krankheiten oder Alter variieren naturgemäss Bedürfnisse und Bedarf an Mitteln, die in einer Hausapoheke benötigt werden könnten.

So finden sich – beispielsweise – in meiner persönlichen Hausapotheke im Wesentlichen

1. Mittel zur ersten Wundversorgung (Pflaster, Einmalhandschuhe, Pinzette, Mullbinden, Schere, Wund- und Brandgel, Wunddesinfektion, Kühlpads/im Kühlschrank; abgesehen von den Kühlpads sind dies auch die „Zutaten“ der Erstversorgung, die als etwas kleineres Set für Radausflüge, Badeausflug, Picknick oder Wanderungen praktisch und in einem kleinerem Täschchen immer in oder bei der Hausapotheke parat liegen können und bei Bedarf dann einfach mit in den Rucksack gesteckt werden.)

2. Erkältungsmittel (Eukalyptussalbe, Isla Moos Pastillen, ACC Akut/kleinste Packungsgrösse) und Fieberthermometer

3. Aspirin plus C Brausetablette (kleinste Packung, da maximal 1-2 im Jahr eine einzige Tablette benötigt wird)

4. Zettel mit Notrufnummern – Notfallnummern, Heft mit Ärzten/Apothekennotdienst, nächstgelegene Klinik, Giftnotruf etc.)

Dies ist natürlich eine ganz persönliche Handhabung, die bei mir als gesundem erwachsendem Menschen ganz anders aussehen kann, als vielleicht bei Ihnen und bei Mehrpersonenhaushalten, Haushalten mit Kindern oder älteren Familienmitgliedern usw ganz anders aussehen kann oder müsste. 

Ein Beispiel, das keinesfalls ärztlichen oder gesundheitlichen Rat darstellt, sondern nur beispielhaft zeigt, dass Minimalausstattung für Notfälle gedacht und ausreichend ist und sein sollte in einem Haushalt und einer Hausapotheke. Fragen Sie daher für Ihren Bedarf Ihren Apotheker und Ihren Arzt.

Die kleinste Packungsgrösse bei einem Schmerz- oder Erkältungsmittel bei mir etwa genügt, da ich seit zig Jahren ohne jemals Grippeimpfung zu nutzen, keine Grippe habe oder Erkältung. So genügen für mich persönlich diese Medikamente, die sich als am besten verträglich und ausreichend gezeigt haben bei mir. Und  als blosse „Notfallsreserven“ in der Hausapotheke. Sie können leicht jährlich zum kleinen Kostenaufwand dann ersetzt werden, wenn sie bis dahin oder bis zum Verfallsdatum nicht benötigt wurden. Sie sind aber vorhanden, wenn doch einmal benötigt, bei Erkrankung an einem Wochenende und da ich ohne Pkw dann nicht am Wochenende oder zu Nachtzeigen eine Notfallapotheke suchen und aufsuchen müsste.

Was man also jeder individuell in einer Hausapotheke vorrätig hält, kann auch davon abhängen, ob Sie in der Großstadt die nächste Notfall- und Nachtapotheke nur wenige Schritte entfernt erreichbar haben oder ob Sie vielleicht auf dem Land oder in einem Vorort erst mit Auto oder Taxi oder sonst eine Apotheke finden können, die ausserhalb der Geschäftszeiten Arzneimittel hat. Vielleicht auch besondere Arzneimittel, die SIE benötigen, weil Sie Allergiker sind, wegen Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, die Sie sonst einnehmen usw.

Sie finden bei mir hingegen weder Antibiotika, noch andere Mittel, wie sie in der nachfolgenden Liste auftauchen, zum einen weil ich grundsätzlich so wenige Arzneimittel wie überhaupt nötig verwende, zum anderen Hausmittel bevorzuge (Tees bei Unwohlsein von Magen, sowie Erkältung und Grippe etwa, sowie Wärmflasche und Auskurieren mit „Ruhen“ während Grippe) und allenfalls im Ausnahmefall nach ärztlichem Rat und Besuch in Absprache Antibiotika einsetzen würde, ebenso andere Arzneimittel. Und bei akuten anderen Erkrankungen und Beschwerden dann erst einen Arzt aufsuchen oder anrufen würde.

II. Kompetente Beratung für IHREN Bedarf?

Apotheken bieten auch einen Check Ihrer Hausapotheke an und „Pakete“ für eine Art „Grundausstattung“. Eine komplett neue Ausstattung kostet etwa 50 Euro.

Was kann man dabei als sinnvoll ansehen?

Medikamente, die vielfach in Medien und von Apotheken für die Hausapotheke als sinnvoll bezeichnet werden, sind z.B.:

  • Schmerzmittel/Fiebertabletten
  • Erkältungsmittel gegen Husten, Halsschmerzen, Schnupfen
  • Tabletten gegen Durchfall (auch Elektrolyte)
  • Mittel gegen Verstopfung
  • Mittel gegen Sodbrennen
  • Mittel gegen Blähungen und Völlegefühl
  • Mittel gegen Übelkeit und Magendrücken
  • Mittel gegen Insektenstiche
  • Wunddesinfektion
  • Wund- und Brandgel
  • Anti-Allergikum (nur für Allergiker)
  • Individuelle Medikamente nur, wenn vom Arzt verschrieben

Verbandsmaterial:

  • Mullbinden
  • elastische Binden
  • Verbandklammern
  • sterile Kompressen
  • Heftpflaster
  • Sicherheitsnadeln
  • Verbandsschere

Sonstiges:

  • Kühlpad (im Kühlschrank)
  • Fieberthermometer
  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • Plastikhandschuhe
  • Notfalladressen

III. Lagerung der Hausapotheke

Achten Sie darauf, dass Sie die Hausapotheke richtig lagern, d.h. kühl, trocken und vor Licht geschützt. Das Badezimmer ist dafür ungeeignet, das Schlafzimmer ist ideal; dort sollte sie für Kinder unerreichbar und auch verschlossen sein. Ich persönlich habe allerdings während der Schulzeit meines Sohnes immer eine Packung Pflaster (mit Streifen verschiedener Grösse und Hansaplast zum Zuschneiden) in einer Schublade zusätzlich parat gehabt, die auch für meinen Sohn bekannt und erreichbar war, damit er im Fall der Fälle für kleinere Schrammen oder Blessuren darauf zugreifen hätte können, wenn er mal kurzfristig allein zuhause war, was ab einem gewissen Alter nicht ungewöhnlich ist.

Wichtig ist auch, Beipackzettel zu Medikamenten bei diesen aufzubewahren, in denen neben Anwendung, Wirkung und Nebenwirkung bei manchen Arzneimitteln auch Hinweise zu besonderer Lagerung enthalten sein könnten, die nicht in der Hausapotheke genügt. Auch sollten Sie Blister mit Pillen oder Kapseln nicht lose und ohne deren Schachtel aufbewahren, da das Verfallsdatum nicht auf den Blistern, sondern nur auf der Schachtel aufgedruckt ist.

IV. Wichtige weitere Hinweise:

  • Nehmen Sie niemals Arzneimittel, die einem anderen Familienmitglied verschrieben wurden, ein. Jeder Patient ist anders, auch innerhalb der Familie. 
  • Nehmen Sie keine Arzneimittel (verschreibungspflichtig oder nicht), die Ihnen – und sei es eine noch so gut gemeinte „Hilfe“ – von Kollegen, Vorgesetzten, Nachbarn oder anderen angeboten werden. Die „gut gemeinte Kopfschmerztablette“ oder die „bei mir immer sofort helfende“ Pille gegen Rückenschmerzen usw, welche die nette Kollegin Ihnen aus dem Handtäschchen etc überlässt, ist in vielerlei Hinsicht bedenklich. Ist Ihre Kollegin Ärztin oder Apothekerin? Warum sollte diese sich dann als solche bei Ihnen betätigen können? Die Abgabe von Arzneimitteln an andere ist Laien aus gutem Grund nunmal nicht erlaubt und ggf. sogar strafbar. Warum wohl? Und zudem: Abgesehen davon, wissen Sie nicht, ob diese Mittel richtig gelagert, wirksam oder schädlich, richtig dosiert oder nicht vielleicht nach dem Verfallsdatum liegen können. Merke: Keine Kopf-, Hals- oder Rückenschmerzen, Magen- oder anderen Beschwerden etc sind so schlimm, dass Sie nicht in erreichbarer Nähe und Zeit Arzt oder Apotheke oder beides erreichen können, um kompetente Hilfe aus dem Arzneischrank zu bekommen. Und selbst von einem Arzt würden SIE doch sicher auch Arzneimittel im Normalfall nur dann verordnet bekommen, wenn er Sie zuvor gesehen und untersucht hat.
  • Verwenden Sie niemals Arzneimittelreste, die von früheren Verschreibungen Ihres Arztes übriggeblieben sind, nach einer selbsterstellten Diagnose.
  • Verschreibungspflichtige Arzneimittel sollten nur für die Dauer der Behandlung in der Hausapotheke lagern
  • Misten Sie regelmäßig, mindestens einmal pro Jahr, Ihre Hausapotheke gründlich aus.
  • Und wohin dann mit den zu entsorgenden Mitteln? Normalerweise gilt – wenn die Gebrauchsinformation eines Arzneimittels keine speziellen Hinweise für die Entsorgung enthält- daß diese gut verpackt und nicht zugänglich für Dritte im Hausmüll entsorgt werden könnten. Im Zweifel ist es jedoch sicherer, abgelaufene Arznei immer in der Apotheke abzugeben, die für eine sachgerechte Entsorgung sorgen wird. Und keinesfalls dürfen Sie Arzneimittel in der Toilette oder im Waschbecken entsorgen, weil das den Wasserkreislauf belastet.

Ein schönes Wochenende und ……..bleiben Sie gesund!

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