Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Bayerisches BIO-Siegel – mit und ohne Herkunftsnachweis

Thai Basil

Thai Basil

Kommt bei Ihnen nur oder bevorzugt in die Einkaufstasche, was als Produkt mit „Bio“ wirbt? Zwar hat „Bio“ bei vielen Verbrauchern einen hohen Stellenwert. Aber ist auch immer Bio, was mit Bio wirbt? Und kauft der Verbraucher wirklich nur deswegen oft nicht „Bio“, weil er nicht immer weiss, welches Produkt das Etikett verdient?
Und überhaupt: Kennen Verbraucher alle jene Siegel und die jeweilige Bedeutung, was Ihnen damit versprochen und nicht nur versprochen wird?
Man kann und darf aus gutem Grund diese Fragen stellen. Sich, anderen Verbrauchern.

Wenn es um Lebensmittel geht, herrscht eine seltsame Diskrepanz zwischen dem, was als Verbraucher bemängelt und – blickt man auf den Warenkorb und Einkaufswagen und sich darin stapelndes Convenience und Fast Food – gekauft wird. Aber lassen wir das einmal beiseite. Und gehen wir davon aus, dass der Verbraucher eigentlich gern Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft kaufen würde. Vorausgesetzt einige schaffen es – vielleicht nach geforderten Schulstunden zu Lebensmittelkunde und Verbraucherwissen – diese wieder zu schätzen und zu kennen und zu verarbeiten und zuzubereiten.

Verzeihen Sie mir diesen ironischen Subton und lakonischen Texteinschub. Er ist der Erschütterung geschuldet, die mich immer wieder erfasst, wenn ich sehe, dass und wieviele Menschen hochkomplexe politische Themen angeblich be- und verurteilen wollen und glauben zu können von A wie Asylpolitik über D wie Dublin Abkommen und G wie Grexit einschliesslich kompliziertester volkswirtschaftlicher wie europarechtlicher Aspekte bis R wie Rentenberechnung und bis Z wie Zins und Zinssätze und deren Folgen auf mikro- wie makrowirtschaftlicher Ebene national, europarechtlich und international. Die gleichzeitig nicht einmal mehr imstande sind, sich und ihre Kinder mit Grundkenntnissen von (frischen) Lebensmitteln zu ernähren und zu verköstigen und ihren Kindern dieses Wissen und den Umgang mit dem Haushalts- und sonstigem Geld zu vermitteln, ohne staatlichen Schulunterricht und Lehrstoff im angeblich ohnehin überfrachtetem Lehrplan mit üblichen Schulfächern zu fordern. Zurück zum Thema:

Ökologische Landwirtschaft basiert auf Grundsätzen, die darauf ausgelegt sind, den menschlichen Einfluss auf die Umwelt zu minimieren und zu gewährleisten, dass das landwirtschaftliche System so natürlich wie möglich funktioniert.
Gesetzliche Grundlage für die Erzeugung, Kennzeichnung und Kontrolle von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau ist die EG-Öko-Verordnung (VO (EG) Nr. 834/2007). Diese gibt die allgemeinen Standards des ökologischen Landbaus vor, enthält EU-einheitliche Mindestanforderungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel pflanzlicher und tierischer Herkunft, regelt die Produktkennzeichnung und Betriebskontrolle.

Mit dem Bio-Siegel bietet jetzt der Freistaat Bayern Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft in der Europäischen Union die Möglichkeit Produkte zu kennzeichnen, die nach den Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung in Kombination mit höheren Qualitätskriterien erzeugt wurden.

Die genauen Vorschriften garantieren dem Verbraucher eine Wirtschaftsweise im Einklang mit der Natur und geben eine Orientierungshilfe beim Einkauf. Sowohl die Bio-Bauern als auch die Hersteller müssen die strengen Prüfkriterien erfüllen und ihre Produkte von staatlich zugelassenen und überwachten Kontrollstellen überprüfen lassen. Das hinterlegte Kontrollsystem gewährleistet eine vollständige Rückverfolgbarkeit der betreffenden Erzeugnisse.

Das Bio-Siegel, welches vom Freistaat Bayern verliehen wird, steht für

  • über den gesetzlichen Standards liegende Leistungsinhalte
  • dreistufiges Kontrollsystem
 Bio-Siegel für Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft Ohne Herkunftsnachweis


Bio-Siegel für Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft
Ohne Herkunftsnachweis

Können die Erzeugnisse, die nach den höheren Qualitätskriterien erzeugt wurden, lückenlos von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Ladentheke einer bestimmten Herkunft (z. B. Bayern) zugeordnet werden, so kann das Bio-Siegel eine entsprechende Herkunftsangabe enthalten. Die Herkunft wird in diesem Fall sowohl über einen entsprechenden Schriftzug als auch durch die jeweiligen Landesfarben im inneren Oval dargestellt.

Das Bio-Siegel mit Herkunftsnachweis, welches vom Freistaat Bayern verliehen wird, steht für

  • über den gesetzlichen Standards liegende Leistungsinhalte
  • dreistufiges Kontrollsystem
  • lückenlosen Herkunftsnachweis
 Bio-Siegel für Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft Mit Herkunftsnachweis


Bio-Siegel für Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft
Mit Herkunftsnachweis

Diese und weitere Informationen zu den höheren Qualitätskriterien, den Bedingungen des Herkunftsnachweises und zum Zeichensystem lesen Sie HIER.

PS: Was glauben Sie, welches Siegel ein Thai-Basilikum wohl bekommen könnte, das Sie in Ihrem Supermarkt in …sagen wir mal München, Nürnberg oder Würzburg an der Kräutertheke der Obst- und Gemüseabteilung vorfinden? 😉

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Ein Kommentar zu “Bayerisches BIO-Siegel – mit und ohne Herkunftsnachweis

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