Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Online Lebensmittel bestellen?

Fruits And Honey © Liz Collet

Fruits And Honey © Liz Collet

Seit einigen Tagen beherrschen die Berichte über verdorbene Lebensmittel im Handel die Medien, weil nach NDR-Recherchen in 15 von 17 getesteten Supermärkten Tester Gammel-Waren in den Regalen gefunden haben und Verbraucherschützer vor krebserregenden Schimmelgiftpilzen warnen.

Nun ist es aber immerhin im Supermarkt so, dass wir als Kunden bei Verkauf loser und offener Waren in der Lage sind, selbst die Lebensmittel auszusuchen und nach äusserem Anschein zu beurteilen, ob diese noch tadellos ist. Bei Waren in Netzen oder Plastikfolien ist das schon schwieriger, weil allzu gern sich in solchen Netzen bei flüchtiger Betrachtung eines oder mehrere Stücke des Obstes oder Gemüses schon angeschlagen verstecken können. Am Strunk von Gemüse wie Zucchini oder Aubergine bereits auffällige Stellen kann man aber weder lose noch in Netzen eigentlich übersehen. Und wenn ich auf einem Warenposten von Netzen mit Tomaten oder Schalen mit Champignons in mehreren bereits angeschlagene oder schimmelige Exemplare entdecke, würde ich persönlich jedenfalls mir überlegen, warum das so ist und auch nicht zu den Champignons-Schalen oder Tomatennetzen greifen, die noch besser aussehen. Warum? Weil ich davon ausgehe, dass solche Warenposten aus derselben Lieferung stammen, denselben Kühl- und Lagerungsweg und -zeitraum hinter sich haben und vermutlich ähnlich angeschlagen sein mögen, aber erst andertags vielleicht dann bei mir zuhause auch diese Mängel zeigen werden.

Im Zweifel……..lasse ich da die Finger weg.

Trotzdem passierte es auch mir unlängst: Ich hatte auf dem Heimweg von einem Termin in München und dem Bahnhof hier in Murnau mittags  im dort nahegelegenen Supermarkt ein 2,5 kg Netz von Orangen (als Angebot für 1,49 Euro aufgestapelt auf Sonderposten und im Obstregal) sorgfältig auf feste und unbeschadete Früchte achtend wie stets ein Netz ausgesucht, freute mich darüber angesichts meines winterlichen Orangen-Tagespensums über das „Schnäppchen“ und trabte mit den lose in meinem Leinenbeutel umgepackten Früchten (auch Obst- und Gemüsenetze bleiben bei mir im Laden) gutgelaunt durch den schneematschigen Weg. In Vorfreude auf den Orangensalat und die Orangen, denn im Winter können das bei mir täglich ohne Weiteres 3-4 Orangen sein, die Frühstück oder Abendessen ersetzen oder im Salat ihren Platz finden oder auch zwischendurch genascht werden. Klar bin ich da auch fröhlich, wenn ich sie dann für günstigeren Preis bekommen kann, wer nicht?

Sie waren tadellos aussen anzusehen, fest in der Schale – kein Hinweis auf Mängel, als ich sie zuhause in die Obstschale sortierte. Drei wurden am selben Tag vernascht, von den übrigen waren anderntags völlig unverständlicherweise 3 an einer Seitenhälfte auffallend weicher und einen weiteren Tag später zwei weitere so weich, dass sie offenkundig von innen heraus matschig gewesen sein mussten als ich sie kaufte. Das Vergnügen war schnell perdu. Ich hatte mittags eingekauft, also nicht etwa zur Tageszeit, wenn nur noch Restwaren und schon mehrfach durch Kunden vielleicht umhergeschobene Ware auf dem Posten liegt und mit Einbussen der Qualität eher als frühmorgens oder mittags zu rechnen ist. Sie war nicht als Ware 2. Klasse gekennzeichnet und hatte auch optisch wie beim Tasten der Ware des gewählten Netzes keinerlei Mängel gezeigt. Sorgfältiger kann man eigentlich als Kunde nicht wählen – und doch hatte sich die Ware vom Schnäppchen mit der Verdoppelung des Preises durch die anderntags und am Folgetag bereits schadhaften und nicht mehr geniessbaren Früchte zum Ärgernis gewandelt. Und – ja, es war einer der Märkte jener Supermarktketten, die nun in den vergangenen Tagen in den Berichten genannt worden sind.

Aldi, Edeka, Lidl und Rewe waren getestet worden. Alternative für den Verbraucher wäre Einkauf bei der Konkurrenz. Das wird relativ, je weniger Wettbewerb es bei Supermärkten gibt. Und mit weiterer Monopolisierung infolge diskussionswürdiger Ministererlaubnis auch noch weniger für den Verbraucher zu erwarten ist.

Wochen- und Bauernmärkte sind sicher zum Teil eine Alternative, aber auch hier ist es angebracht, Herkunft und Preis der abzuwiegenden Waren abzuwägen und nicht jeder hat solche in erreichbarer Nähe als Option. Zumal immer öfter zu lesen ist, dass die Zahl von Händlern dort abnehme.

Alternative: Onlinekauf von Lebensmitteln?

Und jetzt mal im Ernst gefragt: Wenn ich als Verbraucher schon mit grosser  Sorgfalt und eigenem Augenschein und Prüfung der Lebensmittel, die in meinem Einkaufskorb landen, damit rechnen muss, dass dennoch scheinbar tadellose Ware Gammelware ist, die ihre Qualitätsmängel bereits anderntags zeigt, warum sollte ich da Lebensmittel auch noch online kaufen wollen, wo ich das nicht einmal mehr vorher sehen und mich hinterher nicht nur ärgern kann, wenn ich mich mit einem Onlinehändler darüber auseinandersetzen müsste, wie seine Ware am Tag nach Lieferung aussah? Wäre das wirklich eine vernünftige Alternativ-Entscheidung als Verbraucher, dann online einzukaufen?

Mit dem Thema des Einkaufs von Lebensmitteln online befasst sich

Zum Bericht des NDR:

 
 Was halten SIE vom Einkauf von Lebensmitteln online? Haben Sie schon Lebensmittel online eingekauft? Auch frische? Oder eher Lebensmittel, die länger haltbar sind, wie zB Pasta, Gewürze, Hülsenfrüchte, etc? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung und Erfahrungen – die kleine Umfrage ist anonym, Sie können eigene Anworten hinzufügen beim Voting. Und selbstverständlich gern zusätzlich oder stattdessen in den Kommentaren Ihre Meinung zum Thema hinterlassen.
 
Rund um Orangen (und was man so mit ihnen geniessen kann, wenn sie genussfähiger Qualität sind) :
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