Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

„Leben ohne Plastik“ – „Jute statt Plastik“

Lunchbox © Liz Collet

Lunchbox © Liz Collet

Was wiegt ein Leinensackerl? Wie viel Platz nimmt ein Leinensackerl in Ihrer Handtasche, Rucksack oder Aktentasche oder -koffer ein? Oder in Ihrer Jacken- oder Manteltasche?

Wenig genug, dass ich seit mehr als 20 Jahren nie ohne ein oder zwei davon unterwegs bin. Plastiktüten brauche ich nicht, auch nicht bei unvorhergesehenen Einkäufen. Aufgedrängt werden sie einem dann manchmal doch und es kostet gelegentlich Mühe, Verkäufer davon abzubringen, am Markt etwa, sie einem doch unterzujubeln, weil sie sie doch schon um die Ware herumgepackelt haben.

Eine tolle Idee finde ich die wiederverwendbaren Obst- und Gemüsesackerl, wie sie hier bei Remstalkind zu sehen sind. Allerlei Anbieter haben unterschiedliche Produkte dazu auch inzwischen im Internet im Angebot, die ich aber zum Teil zu schwer und vor allem zu teuer finde. Schon recht, wenn man aus einer ökologisch guten Idee auch eine profitable machen will – geben Sie bei DaWanda etwa „Gemüsebeutel – wiederverwendbar“ ein, erkennen Sie, was ich meine.

Denn – alles was recht ist – wenn ein Obstsackerl dort im Stückpreis zwischen 2 und 5 Euro und mehr kosten soll, dann tut den gleichen Zweck sogar ein Leinenbeutel aus dem Handel, der Sie maximal 1 Euro kostet. Und erst recht ein waschbarer anderer, leichterer Stoff, den Sie selbst zu solchen Obstsackerln nähen und der Sie im Stückpreis kaum mehr als 50 cent bis 1 Euro kosten wird.

Aus waschbaren und dünnen Stoffen mit wenig dafür erforderlichem Können an der Nähmaschine Sackerl aus Meterware Stoff zu nähen, der auch transparent genug ist, um Kassiererinnen an der Kasse sichtbar die Ware für Wiegen und Erkennen der zu wiegenden Ware zu ermöglichen, ist kein Hexenwerk. Selbstgemachte Sackerl sind nicht nur preiswerter, sondern auch leichter. Denn wenn sie auch nur wenige Gramm Gewicht haben, die man für Plastikvermeidung gern in Kauf nehmen mag, macht auch Kleinvieh Mist und auf’s Jahr gerechnet muss man ja nicht mehr als vermeidbar draufzahlen, als nötig. Wichtig ist: Haltbarkeit, Waschbarkeit, Leichtigkeit und wenn möglich durch den Stoff erkennen zu können, was drin ist. Manches Obst oder Gemüse legt man eh stückweise an der Kasse ohne Beutel auf das Band und anschliessend in den Einkaufskorb oder Leinentasche oder Rucksack. Für die Waren wie Tomaten, Äpfel, etc , die man lose kauft und die in Sackerl gepackt gewogen werden müssen, kann man eine Handvoll dünne Stoffsackerl wie hier leicht immer bei sich haben.

Beim Metzger einzukaufen hat gegenüber Supermärkten und Discountern den Vorteil, dass man die voluminösen und eh aus manchen Gründen fragwürdigen Plastikschalen bei Fleisch nicht braucht und heimträgt und den gelben Sack damit befüllen muss. Man kommt mit dem hauchdünnen Papier aus, in das der Metzger die Wurst und Fleisch wickelt und allenfalls mit der Tüte um diese – oder bittet ihn eben, die Ware offen in eine mitgebrachte Dose zu legen. Das wird bei manchen als unhygienisch abgelehnt. Und würde die Dose von Kunde X und Y in den Hygienebereich des Ladens, auf Waage zB, gelegt werden, könnte man das noch nachvollziehen, aber wenn der Metzger die Ware nur in die ihm hingehaltene oder auf die Theke gelegte Dose „fallenlassen“ muss, ist der Hyieneeinwand weitgehend Unfug. Jedes Münze Bargeld, welche die gleichen hygienebesorgten Kunden auf selbige Theke legen, birgt mehr Grund zur Hygienefrage, als eine Lebensmitteldose, die der Verkäuferin nur hingehalten werden kann, um bereits abgewogene Ware hineinzulegen.

Mit der Frage „Leben ohne Plastik“ befasst sich dieser rund 3-minütige Videobeitrag von „Hallo Niedersachsen“ – 11.02.2016 19:30 Uhr  hier in der Mediathek. Mit dem Motto „Jute statt Plastik“: Samara Budde und ihre Klassenkameraden gehen zweimal in der Woche in die Osnabrücker Innenstadt und sprechen die Leute an.

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