Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Frischeversprechen bei abgepacktem Hackfleisch

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Fleischpflanzerl mit Radieschensauce und Petersilienwurzeln © Liz Collet

Hackfleisch aus der Kühltheke ist angeblich deutlich länger haltbar als frisches Hack vom Metzger.

Manche von Ihnen sind vielleicht auch noch – wie ich – zumindest als Kind damit aufgewachsen, dass Hackfleisch beim Metzger oder an der Fleischtheke des Supermarktes offen gekauft wurde und noch am selben Tag vebraucht werden musste. Mich hat man bereits im Vorschulalter zu Einkäufen geschickt und im Schulalter war das ganz selbstverständlich, dass ich mich auch zwischen den gestandenen Hausfrauen an der Fleisch- und Wursttheke bei Wurstverkäuferinnen und dem recht resoluten und gestandenem Metzger der beiden Supermärkte des Viertels, in denen meine Mutter einkaufte und in die sie mich schickte, durchsetzen musste, wenn man anfangs versuchte, mir schon mal ungleich grosse Schnitzel oder Leber oder eben auch die vielleicht nicht mehr so rot und frisch aussehende Menge Hackfleisch unterzumogeln und (zuerst) meinte, das sei doch das gleiche Fleisch, wie das, das ich frisch durchgedreht haben wollte. 

Solche Versuche gab es – aber nur ein, zwei Mal. Dann wurde „die Kleine“, die genau wusste, was sie wollte (schlicht: weil sie mit etwas anderem daheim nicht hätte ankommen dürften und daher schnell lernte, dass man sich eben durchsetzen muss) und das freundlich und höflich, aber eben auch nicht verhandelbar bestellte, mindestens so ernst als Kundin genommen, wie die Hausfrauen neben ihr in der Schlange und auch sehr zuvorkommend behandelt. Vielleicht auch gerade deswegen, weil „auf Augenhöhe“ keine Frage der Körpergrösse ist, sondern des Respektes. Ich gestehe – innerlich leicht ist mir das anfangs und als Kind auch nicht immer gleich gefallen, es kostete mich (ein wenig schüchtern damals) durchaus Überwindung, auf das zu bestehen und zu bekommen, was ich auf dem Einkaufszettel stehen hatte. Aber es lohnte sich damals wie seither und man bekommt nur, was man auch verlangt.

Es ist – auch aus dieser Erfahrung  und meiner Meinung nach – daher auch gut, Kinder so früh wie möglich mit solchen Aufgaben erst in Begleitung, dann auch allein loszuschicken. Bei Läden in unmittelbarer Umgebung hat das den Vorteil, dass Personal in Geschäften dann auch weiss, welche Kinder zu welchen Müttern oder Eltern gehören. Und dass sie damit rechnen müssten, dass diese Eltern(teile) sich beschweren oder als Kunden unzufrieden wären oder verloren gehen würden, wenn sie deren Kinder nicht zuvorkommend wie auch die Eltern behandeln und ihnen keine mindere Ware unterjubeln, hat schon dann einen psychologischen Effekt, bevor von Eltern eine solche Beschwerde käme.

In meinem eigenen Fall hätte ich ein zweites Mal mit der Ware und der Beschwerde damals zurückgehen und diese durchsetzen müssen – meine Mutter wäre nicht an meiner Stelle oder mit mir zusammen hingegangen. Mir ist das mit Trauben bei einer Obstverkäuferin im Supermarkt passiert, die mir in der Papiertüte eine Rebe untermogelte, bei der drei oder vier Trauben bereits faulten – diese zurückzutragen und mich zu beschweren im Alter von 8 oder 9 Jahren war Lektion für mich. Besser aufzupassen, mich durchzusetzen und auch mit einer Reklamation dann nicht abfertigen und erfolglos wegschicken zu lassen. Auch, weil es leichter ist, sich gleich bei der Bestellung nicht beschummeln zu lassen, als Zeit und Weg und Mühe der Reklamation zu haben und weil kein anderer die „Kastanien aus dem Feuer holt“, wenn man sich beschweren gehen muss. Kein „mütterlicher Verbraucherschutzverband“, an den man (Eigen-)Verantwortung als Kunde abgeben kann und der das ausbügeln und einfordern soll, was man als Konsument vorher beim Einkauf selbst nicht beansprucht, beachtet und für wichtig genug ansieht, um darauf zu achten. Wie es heute modern und bequem wurde, weil es leichter ist, sich über „den Lebensmittelhandel“ und Hersteller zu beklagen, social medial und medial, als sich selbst in Pflicht und Eigenverantwortung zu nehmen.

Aber auch für die Verkäuferin war es seinerzeit „Lektion“, der ich danach genau auf die Finger sah und die mir nie wieder etwas untermogelte. Leicht fiel mir das nicht als Kind, aber auch als Kind lässt man sich nicht gern über’s Ohr hauen, oder? Nur weil man klein und scheinbar unerfahren genug ist, dass man es mit jemandem machen kann. Und Mut wächst mit Erfolg, auch in kleinen Schritten und wenn es Überwindung kostet.

Wer von anderen respektiert werden will, muss auch sich selbst genug wert sein, um sich durchzusetzen. Egal ob beim Einkauf oder anderem, das er für sich als Prioritäten setzt.

Wie soll man aber auch Kunden heutzutage respektieren, die Rindsgulasch von Schweinegulasch, Schweinefilet von Rinderfilet nur unterscheiden können, wenn es auf einer Verpackung steht. Und die es eben daran sichtbar nicht mehr unterscheiden können, sondern allein der Verpackungsaufschrift glauben (müssen und wollen). Und die vor einer Theke mit Fleisch aller Art gefüllt hilflos sind, wenn keine Namens- und Preisschilder beim jeweiligen Fleisch stecken oder stehen. Kunden, die viel über „Bio“ und „Foodethik“ schwadronieren und palavern und nicht mehr wissen, was das ganze Schwein oder Rind oder anderes Tier wert sind und wären, von dem sie nur noch Filet und beim Geflügel Schenkel oder Putenbrust kaufen wollen und das so billig und oft wie möglich? Das ist keine Rechtfertigung für minder gute Qualität von Fleisch – aber der Kunde begegnet auch niemandem mehr, schon gar nicht auf Augenhöhe, wenn er nur noch in die Kühltheke zur Verpackungsschale greift.

Und sich dabei weder genau anschaut, was er kauft, noch was auf der Verpackung steht und was das bedeutet, was da auf der Verpackung steht und angeblich selbst beim Hackfleisch tagelang haltbar sein soll.

Tagelang haltbar? Hackfleisch? Beim Metzger gekauftes Hackfleisch, das offen abgewogen oder frisch durchgedreht wird, soll am selben Tag zubereitet werden.

Mir ist das so sehr in „Mark und Bein“ übergegangene Haushaltsregel, dass das bis heute für mich gilt. Und selbst wenn das Fleisch unerwartet nicht am selben Tag mehr verzehrt würde, bereite ich das geplante Gericht dann dennoch zu und friere es dann zubereitet entweder nach dem Abkühlen ein oder verwahre es zubereitet bis zum anderen Tag im Kühlschrank. Auch wird Hackfleisch grundsätzlich immer gut und ausreichend durchgegart. Bei Metzgern hier am Ort ist Hackfleisch in der Theke auch nur in überschaubaren Mengen für den laufenden Verkauf bereits durchgedreht vorhanden und wird gern auch vom Personal für den jeweiligen Kunden durch den Fleischwolf gedreht. Es ist zwar ein wenig teurer, aber Geschmack, Qualität und Frische machen das ebenso wett, wie das Ergebnis der zuzubereiteten Speisen. Nutzt man Sonderangebote oder reduziert den Fleischverbrauch (was generell gesundheitlich zu bedenken ist) um einen Teil des Verbrauchs pro Woche, ist das sogar günstiger, als der häufigere Kauf von verpacktem Hack- und anderem Fleisch.

Viele bevorzugen aber Verpackungsware bei Fleisch und Hackfleisch, weil dieses angeblich länger haltbar sei.

Stimmt das? MARKTCHECK nimmt abgepackte Ware unter die Lupe und zeigt auf, welche für den Verbraucher gar nicht einhaltbaren Voraussetzungen beachtet werden müssten, damit das auf der Verpackung angegebene Verbrauchsdatum als sicher gelten kann für den Verzehr. So sind sich Verbraucher in der Regel nicht bewusst, bei welcher Kühltemperatur sie das verpackte Hackfleisch während des Heimweges transportieren und zuhause im Kühlschrank lagern müssten und übersehen auf der Verpackung angegebene Temperatur dafür, die nicht mal im Kühlschrank zuhause eingehalten werden kann und wird.

Optisch und selbst am Geruch merken das Verbraucher nicht, wie ein Test bei der Befragung zeigt.

Gezeigt werden Ergebnisse von Kontrollen des Labors vor der Zubereitung und während der Verbrauchsfrist und von Tests nach Zubereitung der Fleisches.

Frischeversprechen bei abgepacktem Hackfleisch
19.01.2016 | 07:44 Min. | Verfügbar bis 18.01.2017 | Quelle: SWR

Zum Rezept im Bild:

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