Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

“ Ein Elend – Brot im Test“ und: Die Deutschen und ihr Umgang mit DEM Grundnahrungsmittel

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Brot und Butter © Liz Collet

Gutes Brot vom Meisterbäcker. Gute Butter. Das ist mehr, als die meisten sich selbst Gutes tun und gönnen. Am Brot wird gespart, nicht unbedingt bei der Menge im Einkauf, aber oft genug am Preis und das mag auch einer der Gründe sein, warum so viele so schäbig geringschätzig damit umgehen, es nicht auch zu verbrauchen, sondern viel zu oft wegzuwerfen. Sei es trocken und vermeintlich nicht mehr zu geniessen – ein Irrtum, wie viele köstliche Rezepte mit altbackenem Brot belegen, wenn man noch ein bisschen zu wirtschaften und selbst zu kochen oder backen versteht oder bereit ist, hinzuzulernen. Sei es tatsächlich schimmelig geworden – in Verpackungen oder unsachgemäss gelagert oder nicht zeitgerecht verbraucht.

Würden diejenigen, die oft genug die Hälfte des gekauften Brotes in die Tonne werfen, dendamit verschwendeten Kaufpreis investieren für Brot, könnten sie leicht regelmässig nicht nur beim Bäcker kaufen, sondern würden mit ihrem täglichen Brot auch bewusster umgehen. 20% der weggeworfenen Lebensmittel sollen Brot und Backwaren sein. Alleine in Deutschland werden jedes Jahr 500.000 Tonnen Brot weggeworfen. Damit könnte man die Menschen in ganz Niedersachsen 12 Monate lang versorgen.

Was nichts kostet (oder – zu – wenig), ist auch nichts wert – eine alte Redensart, die auch hier zu erleben scheint.

Aber auch aus anderem Grund würden Kunden mit Brot vom Bäcker bei dem oft genug nicht einmal doppelt so teurem Preis anders mit dem Brot umgehen, wenn und weil es besser schmeckt, anders haltbar ist und selbst noch nach Tagen besser schmeckt und andere Konsistenz hat, als industriell produziertes Brot. Das merken Sie spätestens dann, wenn Sie beides einmal frisch gekauft pur verkosten. Und andertags und am 3. Tag erneut ein Stück pur essen. Versuchen Sie einmal den Vergleich.

Und wenn Sie wieder wissen, wie Brot pur schmeckt und schmecken kann, dann lieben Sie es auch zB nur mit Butter.

À propos……….. Ich höre beim Thema Butter – obwohl es längst genug Kritikpunkte gegen Margarine gibt, von denen fragwürdiger Sinn von Vitaminzusätzen nur einer ist – noch immer oft genug: Butter – die habe doch so viele Kalorien und wie vermeintlich oder angeblich ungesund und fett das doch sei. Das finde ich vor allem dann lustig, wenn das Menschen sagen, die regelmässig Fastfood oder Convenience Produkte essen oder allerlei Wurstsorten oder vegane oder vegetarische Aufstriche auf’s Brot schmieren, deren Zusammensetzung, Fettanteil und Zusatzstoffe sie selten wirklich kennen. Oder die ihr Brot im Discounter kaufen oder im Supermarkt aus der TK-Truhe oder dem Beutel zum Aufbacken. Oder das Nutella fingerdick auf ihr Brot mit Margarine auftragen.

Ein jedem das Seine gegönnt – aber Butter und Brot ist verglichen damit sicher nichts Ungesünderes. Au contraire.

Und anstelle von Wurst, bei der ich (wenn es nicht beispielsweise selbstgemachte Leberwurst oder Leberterrinen u.a. sind oder Wurst vom Landmetzger meines Vertrauens) nicht weiss, was darin verwurstet sein mag, um sie haltbar und schön rot aussehend zu machen, mag ich auf Butterbrot gern Gurke, Tomate, Radieschen, Kresse, Schnittlauch, Petersilie, Ei, Avocado, Apfel, Banane, Mandeln, Honig, Konfitüre (hausgemacht – also Frucht, Zucker, Punkt), frische Beeren, Topfen, Käse (hausgemachter oder anderer), Merrettich, Pilze (roh essbare wie frische Champignons oder andere als Pilzbutter oder Pilzaufstrich zubereitet), essbare Blüten (Gänseblümchen, Zucchiniblüten, Stiefmütterchen, Schlüsselblumen, Kapuzinerblüten, Bärlauch, Löwenzahn u.v.a.m.) und Wildkräuter (Vogelmiere , u.a.)

Unter dem Titel „Ein Elend – Brot im Test“ befasst sich der WDR HIER mit dem Thema, dass nur noch ein Drittel des Brotes beim Bäcker gekauft werde. So gebe es bei den bundesweiten Großbäckerei-Ketten jedenfalls mit Sicherheit kein Roggenbrot aus klassisch geführtem Sauerteig oder ein kerniges Mischbrot ohne chemische Zusätze oder Einheitsrezepturen der Zutaten-Industrie, noch weniger im Supermarkt. Dort liegen – so der Beitrag – die allseits beliebten Mischbrote aus Weizen mit ein bisschen Roggen in den Regalen, vorgeschnitten und verpackt. Wie diese Brote schmecken, hat Sigrid Müller wie üblich mit einem erfahrenen Verkosterteam probiert und präsentiert die Ergebnisse. Helmut Gote stellt einen echten westfälischen Pumpernickel aus dem Münsterland vor, dessen Rezept schon rund 150 Jahre alt ist.

Dass der Beitrag von nur 300 Brotsorten in Deutschland ausgeht, erstaunt allerdings.  Wie so  oft wird hier wieder mal von Medien eine irgendwann vor langer Zeit veröffentlichte Zahl genannt, die schon lange um ein Vielfaches überholt ist, denn laut Brotregister sind allein in diesem mehr als 3000 Sorten Brot für Deutschland verzeichnet.

Interessant auch, wie viel Brot gekauft wird und auf welche Sorten gekauften Brotes sich dies verteilt. Oder beschränkt. Selbstbeschränkt durch den Kunden, der im Discounter oder Supermarkt selten viel Abwechslung und Wahloptionen vorfindet, die er dann Woche für Woche immer gleich auf dem Tisch hat.

Brot-Zeit-Ideen mit Pumpernickel und anderen Brotsorten vom Meisterbäcker oder aus dem eigenen Backofen finden Sie in meinem Foodblog.

Siehe auch:

Mehr über Brot und Gebäck:

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