Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Wieviel Technik muss im Haushalt oder Beruf sein?

Für jede noch so harte Nuss findet sich ein Meister © Liz Collet

Für jede noch so harte Nuss findet sich ein Meister © Liz Collet

Unlängst wurde ich darauf angesprochen, ob ich irgendwie technikfeindlich gesinnt sei. Oder gesonnen. Weil ich beispielsweise kein Smartphone besässe.

Der Gesprächspartner blieb zunächst verheddert in der Frage stecken, ob es gesinnt oder gesonnen heisse müsse und ich konnte einen Moment lang darüber sinnieren, ob ich etwas gegen Technik hätte.

Dabei muss ich darüber gar nicht lange sinnieren, denn seit Kindesbeinen ist mir ohnehin  alles faszinierend und interessant, was Naturwissenschaft und Technik ist. Und dem besten aller Pappis sei Dank³ – ich hatte dank seines Berufes und seiner Passion für Technik auch viel Gelegenheit, alles zu fragen und kennenzulernen, zu dem er selbst Zugang und Zugriff hatte und was er mir dazu beibringen konnte. Ich tappste zwar schon mal über einen heissen Lötkolben, den er beim Basteln an einem Röhrenfernseher neben sich am Boden der Küche abgelegt hatte (soviel zum Thema: Wer die Hitze in der Küche nicht ohne Brandblase….. wenn auch an der Fußsohle), aber den gleichen Lötkolben liebte ich ungeschmälert, wenn ich damit Widerstände und Relais oder Dioden auf Platinen festlöten oder mit dem Lötzinn Blödsinn beim Lötzinnkugerlschmelzen treiben durfte.

Isch liiiiiebe Technik.

Manchmal verwünsche ich sie. Wenn sie nicht spurt. Muckt. Revoltiert. Natürlich immer im unpassendsten aller Momente. Ich tue das so unhörbar, dass das jeweilige Teilchen es nicht ahnt. Hoffe ich zumindest.

Diese kleinen Götter, von denen wir nicht wenig abhängig sind, wenn es bei der Arbeit oder sonst rund laufen soll, reize ich lieber nicht noch zusätzlich. Man weiss ja nie.

Sie haben die Minna und Henry ersetzt, die in anderen Jahrhunderten den Dienst versehen, den heutzutage eben Geräte für uns erledigen.

Und auch deswegen wurde schon meine allererste eigene Waschmaschine (der bisher nur eine folgte) Minna getauft und hiess schon mein erster eigener Herd mit Backofen Henry; er wurde irgendwann zum Ritter meiner Küche geschlagen und wird seitdem liebevoll Sir Henry genannt. Vor allem, wenn er mir bei neuen Rezepten helfen soll.

Eine Kaffeemaschine, die nicht nur Kaffee, sondern auch Espresso und Cappuccino zauberte und auch noch mit einem timer so programmiert werden konnte, dass sie 5 vor 5 Uhr morgens – click – selbst den Kaffee zu brühen begann und ihn für mich parat hatte, wenn ich mit halb geschlossenen Augen nur dem Suchtnäschen und Aroma folgend gegen 5 Uhr dann in die Cucina der Burg tappste, hiess Berta.
Mein Anrufbeantworter für Kanzlei und Büro hiess James und erledigte diskret und zuverlässig seinen Job, sogar per Fernabfrage und das sogar vom Segelboot aus zwischen zwei Terminen für meine Vorträge für Ärzte auf einer der Inseln im Wattenmeer. Und wurde irgendwann ausser Dienst gestellt, als ich meine Telefonphilosophie den geänderten beruflichen Rahmenbedürfnissen anpasste und —— wie ich finde: optimierte. Und zu einem modus vivendi zurückkehrte, der in der vorherigen Generation noch Alltag war:

„Wenn es was Wichtiges war, ruft derjenige schon noch mal an. Sonst rufen nur Wichtigtuer an, die meinen, man müsste auf Kommando zu jeder Uhrzeit mit Rückruf springen“.

Die Technik sollte – so ist mein Technikverständnis – dem Menschen dienen, nicht ihn auf neue Weise abhängig machen oder versklaven.

Wer mich nicht erreicht, hat entweder gar nicht zum Hörer oder Telefon gegriffen. Oder es kein zweites Mal versucht. Wer dann keine Mail schickt und daraufhin eh in der Regel am selben Tag Antwort oder Rückruf erhält, hat nichts Dringendes zu besprechen.

Ein Smartphone besitze ich allerdings nicht – also lese ich unterwegs auch keine Mails. Das tut auch nicht not. Für Notfälle genügt auch ein Mobile klassischer Art – ich führe beispielsweise keine Gästegruppen ohne mobil untereinander erreichbar zu sein oder marschiere allein mit der Kamera durch das Murnauer Moos oder andere Landschaften, ohne für etwaige Notfälle Hilfe erreichen zu können mit einem Mobile. Ich sage nur: Murnau, Moos, Schlangen, auch Kreuzottern. Denken Sie sich den Rest selbst zu Ende.

Aber ein Smartphone? Muss nicht sein. Ich erspare mir damit den Ärger, den andere hier oder da sehr gut erläutert neben vielen anderen Dramen erleben. Würde ich als Mitarbeiter für ein Unternehmen oder anderen Arbeitgeber arbeiten, für den ich mobil anders erreichbar sein müsste, würde das die Entscheidung für ein dazu passendes Dienstgerät ebenso wieder neu überdenken und treffen lassen, wie das Erfordernis eines Pkws – aus rein beruflich notwendigen Gründen und gemessen am dann wieder anderem Bedarf und Bedürfnissen.

Fragen Sie mich nicht, warum welcher Name für manche der Geräte. Intuitiver erster Name, der mir für diese meine kleinen dienstbaren Geister einfiel, als sie engagiert wurden. Henry wurde – mit einem Umweg über Henry II, einen kleinen Pizzabackofen während eines rund 9 Monate währenden Wartezeitraums zur Anschaffung eines neuen Herdes – durch seinen Nachfolger Sir Henry III ersetzt, den ich dank eines Versicherungsschadens mit einer winzigen Macke am äusseren Rahmen des Ceranfeldes (also ohne Einfluss auf die Funktion), dafür aber kostenlos bekommen hatte. Auch der beste Herd kann ein Ablaufdatum haben. Und als ich 2012 die Isarmetropole gegen die Staffelseemetropole tauschte und in der ersten dortigen Wohnung und winzigen Küche eine Einbauküche mit Herd vorfand, wurde Sir Henry III an ein junges Paar weitergereicht, die glücklich waren, ihn ebenfalls kostenlos zu bekommen und mit einem schnuckligen alten Auto abholten, in das er gerade so hineinpasste.

Nach dem Umzug hier im vorletzten Sommer in eine ganz und gar leerstehende Küche hiess es nach einem neuen Herd Ausschau zu halten, für den ich nur wenige Wunscheckdaten hatte: Freistehend, kein Einbauherd, Ceranfeld, Backofen, Markenherd zu günstigem Preis und neu, da ich nach einigen Monaten Suche in Inseraten der Wochenzeitung und der FB-Flohmarkt-Gruppen der Region entweder nur defekte, Einbau- oder von irgendwoher abzuholende Herde fand.

Und da ich seit ein paar Jahren bewusst auf ein eigenes Auto verzichte, weil ich eh in ganz München mit dem Rad und für alles ausserhalb Münchens mit Flug, Bahn oder Mietauto bestens bei Bedarf zurechtkam und erst für weniges hier im Blauen Land manchmal ein Auto nutzen würde, sind anzuliefernde Geräte dieser Grösse dann doch eher ein Fall für Neugeräte. Und so hielt ich eine Weile Ausschau nach günstigen Angeboten eines der Händler meines Vertrauens für Modelle, die in die engere Wahl kamen – und schlug zu, als eines davon um rund 50 % des Normalpreises zu erstehen war. Welcome Sir Henry IV, ein AEG. Isch liebe ihn. Und die zwischenzeitlich genutzte doppelflammige elektrische Herdplatte zog wieder in die „Reservisten-Unterkunft“ um.

Der ebenfalls notwendig gewordene neue Kühlschrank (Bauknecht) wurde ebenso angeschafft – nach einiger Zeit des Umguggens, Aussuchens, Sparens und Zuschlagen, wenn ein gutes Produkt günstig zu kaufen ist. Als ich ihn rund 40% günstiger als zum Normalpreis bekam.

Ob ich eine Schnäppchenjägerin bin? Nicht in dem Sinne, wie die meisten – die Billigprodukte kaufen und dann nach 2-3 Jahren neue kaufen müssen. Oder wollen. Oder sich daran gewöhnt haben, das so zu tun.

Aber gut wirtschaften heisst für mich, nur zu kaufen, was ich wirklich brauche. Und nur zu einem angemessenen Preis. Billigprodukte haben für mich keine angemessenen Preise, wenn sie nach 2-3 Jahren auch zum low budget Kaufpreis defekt sind, erneuert werden müssen und auf dem Müll landen, der seinerseits Kosten verursacht in mehr als einer Hinsicht.

Und Geld besitzen kann man nur auf zweierlei Weise: Es erarbeiten und es nicht ausgeben. Nicht mehr als nötig für wirklichen Bedarf.  Mein Bedarf ist gute und langlebige Qualität. Und die gibt es durchaus auch, wenn man etwas Geduld hat und überlegt kauft, auch zu immer mal günstigeren Preisen.

Zugegeben – ich bin da von Grossmüttern und Eltern geprägt, die Zeiten kannten, in denen man wenig und erst recht wenig Geld hatte. Und die wussten, wie sie auch mit wenig und wenig Geld leben und ihre Familien kleiden, ernähren und – sehr wichtig – etwas lernen lassen wollten.

Ein Smartphone, das nur für Quatsch und Spiel schon 7 -Jährige haben wollen und bekommen, wäre für sie wie für mich Unfug und ich muss auch nicht unterwegs TV guggen  etc.

Ein Smartphone, mit dem Menschen sich in sichere Länder ihren Weg und dort den Weg zu einer neu zu lernenden Sprache suchen und finden, hätten auch meine Grosseltern sicher für einen wertvoll zu nennenden Besitz betrachtet. 

Bedarf, Nützlichkeit, Wert des Gegenstandes für das eigene Leben – es ist eigentlich einfach. Das Leben von Überflüssigem frei zu halten. Für Wichtiges. Für Essentielles.

Minna, die Waschmaschine tut’s noch immer. Der Wäschetrockner, den wir uns beim Umzug nach Referendarzeit aus Regensburg nach München zugelegt hatten, entsprach praktischen Bedürfnissen eines Ehepaares, bei dem beide berufstätig sind und mit Kleinkind – da ist es enorm nützlich, wenn nacheinander binnen zwei Stunden erst die Waschmaschine und dann der Trockner die Wäsche schrankfertig und weitgehend bügelfrei kuschelfrisch für den Einsatz erledigt, anstatt auf das Trocknen auf der Leine über Nacht draussen und bei jeder Wetterlage warten zu müssen, wo in München in Mietshäusern eben keine Wäschespeicher  oder -keller mehr vorhanden sind. Der Wäschetrockner tat rund 20 Jahre brave Dienste und hauchte sein Leben nicht lange vor dem Umzug aus München aus, wo er sein Grab auf dem Wertstoffhof fand. Im Blauen Land bekam er dann keinen Nachfolger mehr – hier ist wieder Platz genug, die Wäsche auf der Leine trocken zu bekommen, den Strom kann man sich daher ebenso wie ein neues Gerät sparen.

Minna hingegen rede ich gedanklich immer nett zu, wie auch dem Monitor eines PCs oder dem PC, damit sie gar nicht auf die Idee kommen, schon nicht mehr gebraucht zu werden oder für Verrentung reif werden zu dürfen.
Die grandiose Kaffeemaschine mit Timer Berta hingegen wurde irgendwann pensioniert, als sie die nach und nach die irreparablen Teildefekte hatte, wie eben viele Geräte, die angeblich multifunktional und perfekt sein sollen. Und ihre Zeit damit abgelaufen war.

Aus demselben Grunde rangieren manche ihre Ehehälften aus. Nicht jeder mag auch dem Prinzip folgen, wonach manche Ehen nur lange einfach dem Rahmen nach weiter bestehen, weil man sich eben einfach nicht scheiden lässt.

Aber es gibt auch andere, die leben, wie jenes hochbetagte Ehepaar anlässlich der Diamantenen Hochzeit nach dem Geheimnis der langen Ehe gefragt, antwortend : “Wir gehören einer Generation an, bei der nicht jedes Stück im Haushalt weggeworfen und ersetzt wurde, nur weil es nicht mehr so hübsch ist, eine angeschlagene Stelle hat, nicht mehr alles kann, aber eben noch repariert oder anders weiter verwendet werden kann.”

Und so wurde Berta am Ende eben ausrangiert, als wirklich gar nichts mehr an ihr funktionierte.

Und überlebt wurde sie von der simplen ollen, ebenso gern die ganze Zeit genutzten Espressokanne . An der ich bissl nachpoliere. Und die gehegt und gepflegt wird. Alle 1-2 Jahre vielleicht mal einen neuen Dichtungsgummi braucht. Und ihren Dienst tut, solange man sie nicht auf dem Herd vergisst.

Merke: Dann schmilzt der Griff. Fies, wenn man das von einer Ceranfläche oder sonst von Herdplatten wieder abkriegen muss. Nicht Espressokanne auf dem Herd allein lassen. [Ist aber nicht die amüsanteste und grösste Panne, die mir in der Küche passiert ist Irgendwann und an irgendeiner Stelle verrate ich letztere vielleicht auch mal. Vielleicht. Stehen Sie übrigens auf Feuerwehruniformen ? Fällt mir nur grad so ein…weiss nicht warum… ;-)]

Oder wenn man nicht behutsam und sorgfältig genug beim Einfüllen des Espressopulvers in den Sieb ist.

Cave: Dann kann’s passieren, dass es den Deckel der Kanne justament in dem Moment hochlupft, wenn ausgerechnet das schwarze aromatische Gold hochsprudelt. Ein interessantes klitzekleines Geräusch, das leise metallische Klacken, hinter ihrem Rücken, über das Sie sich wundern. Bevor Sie sich umdrehen, eine harmlose Kanne auf dem Herd steht, als wäre nichts geschehen, unschuldig, als hätte sie nichts angestellt. Ausser……. Nun, es gibt ein erstaunlich weit gestreutes Sprenkelmuster über zwei Wände einer Kanzleiküche in Nymphenburg. In Schmetterlingsform. Warum in Schmetterlingsform erkennen Sie, nachdem Ihr Erstaunen über die Weite der Streuung und die Erleichterung darüber, dass Sie dem Teil grad den Rücken zukehrten und daher selbst nicht heiss besprenkelt wurden, gelegt haben. Wenn Sie den Stutzen unter dem Deckel genauer betrachten. Ahhhh- Effekt.

Ohhh-Effekt allerdings, wenn Sie dann die Küche neu streichen. Und lernen, dass Espresso ungefähr so resistent und unter der Farbe wiederkehrend auftaucht, wie Blutflecken Ermorderter in AC Doyles oder EA Poes Geschichten.

Merke: 7x Wände tünchen nach Espresso-Attacke einer Moka. Dagegen sind manche kriminelle Spuren  nur ein Klacks, …öh…Klecks.

Die revoltierende Kanne rangierte ich sicherheitshalber seinerzeit auch aus. Ich wollte keine weiteren “Kännchenwunder” erleben mit ihr. Zumindest nicht noch mal 7 x eine Küchenwand streichen. So landete sie im Aus. Noch bevor ich den Maleranzug zwischen zwei Tagungsterminen in Innsbruck und Dublin nach dem Tünchen der Wände wieder abgelegt hatte. Und tauschte sie – lachen Sie nicht, aber auf meine Leidenschaften verzichte ich nun mal nicht, weder bei Espresso noch sonst – nur gegen ein anderes Exemplar. Isch traute der einmal explodierten Kanne irgendwie nicht mehr – wenn ich einem Teil nicht den Rücken kehren darf, ohne dass es ausflippt, hat es in meiner Nähe nix verloren. Da gibt es keine Ausnahmen.

Sie finden jetzt, das Risiko sei damit aber dann nicht kleiner geworden ? Da ich schliesslich noch immer ein Modell einer solchen Kanne benutze?

Könnte man so sehen. Aber……. lassen Sie mich ausnahmsweise mit einer Gegenfrage antworten:

Sind Sie selbst für das, was Sie lieben, was Sie mit Passion lieben, noch nie das Risiko eingegangen, es immer wieder, vielleicht und wenn es nur so und eben nicht anders möglich ist auch mit einem neuen Exemplar, mit dem Sie es bekommen können, aber immer wieder zu versuchen ? Nein…? Wüüüürklüüüch nicht ?

No risk, no fun, no life, no real passions……

Und was nun die Frage meines Gesprächspartners angeht, ob ich technikfeindlich gesinnt sei?

Mitnichten, aber der „technische Fuhrpark“ für Haushalt und Büro und Beruf ist auf das Minimum maximiert. Mein Handrührgerät ist nicht das Neueste, sondern eines der Geräte von Krups, die inzwischen rund 18 Jahre alt sind, aber konkurrenzlos trotz „Pflaster“ an einem kleinen Schaden am Gerät und Isolierklebeband am Kabel, beides nur Schönheitsmacken, aber ohne Macken bei der Funktion des Gerätes, das eben nicht nach 2 oder 3 Jahren geplanter Obsoleszenz schlapp macht. Es hat seine Gründe, warum ich mich auch trotz zweier kleiner Macken nicht von dem KRUPS Handrührgerät [KRUPS 3 MIX 8008 Silver] trennen mag, das ich mir zeitgleich mit der Gründung meiner zweiten Kanzlei anschaffte. Der an ihrer “Backside” vorhandene Anschluss für den Stabmixerzusatz zum Pürieren für Suppen war eine  der nur zu gern genutzten Funktionen, weil ich lieber binnen 10-15 Minuten aus ein wenig frischem Gemüse eine Suppe zubereite, als  in der Büromittagspause irgendein Fast Food zu essen. Oder lieber mit frischem und püriertem Obst selbst mit etwas Buttermilch, Milch oder Joghurt oder auch Quark einen ungesüssten Milchshake oder Zwischen- oder Mittagsmahlzeit zubereite, bei der ich weiss, was und wieviel Obst und ausser vielleicht einem Klecks Honig keine sonstigen Süss- oder anderen Zusatzstoffe enthalten sind. Sie können also annehmen, dass das Gerät täglich mindestens dafür im Einsatz war. Und ist. Seit November 1998 also 18 Jahre. Die Unachtsamkeit einer damaligen Mitarbeiterin liess es einmal einen Sturzflug von der Ablage er- und überleben, als Narbe trägt es über dem kleinen Sprung an der Zierklappe der Front ein “Isolierstreifen-Pflaster”, die Funktion war damit nie beeinträchtigt. Ein anderes Mal war ein Teil des Kabels zu nah an den heissen Kochtopfrand beim Pürieren der Suppe geraten, allerdings ohne durchzuschmoren, auch dort. Isolierband-Umwickelung. Nur der Pürierstab gab vor ca 7 Jahren den Geist auf. Die im Stab rotierende Stange griff nicht mehr richtig mit dem Mahlmesser – es dreht sich einfach nicht mehr mit. Rest in Peace, my dear, You did a fine Job for more than 11 years. Rühr- und Knethaken tun noch weiter Dienst (und bitte noch lange).

Ebenso alt das Bügeleisen (Rowenta) , der Toaster (Krups), die Zitruspresse (Braun) und der Eierkocher, noch älter das Waffeleisen (Rowenta) aus der Referendarzeit.

Meine Nudelmaschine ist entweder das Nudelholz und ein Teigrad oder die mechanische Nudelmaschine, die seit mehr als 20 Jahren unerschütterlich Dienst tut.

Wünsche nach einer Ergänzung des „technischen Fuhrparks“ für Beruf/ Büro und Haushalt?

Nun …..ein neuer Drucker wird über kurz oder lang unvermeidlich sein – nach 18 Jahren. Eine neue Kamera ist mittelfristig ebenso einzuplanen, das bedingt die Häufigkeit und der Zweck ihres Einsatzes, also Pragmatismus und Notwendigkeit, nicht Wunsch.

Zu meinen ersten Anschaffungen als Referendarin hatte auch ein ESGE Zauberstab gehört. Er tat mehr als 20 Jahre seinen Job. Dann Exitus. Das bekümmert mich noch immer, ist aber bezogen auf Anschaffungspreis und Amortisation ein vertretbares Dienstleben bis zum Ableben.Ungefähr so lang und noch etwas länger taten seine Kollegen ihre Arbeit in den Haushalten meiner Grossmutter und meiner Eltern.  Bevor ich mir hingegen einen neuen Rührstab kaufen werde, muss der Sparstrumpf noch bissl gemästet werden – damit es ein Nachfolger des mehr als 20 Jahre alt gewordenen ersten ESGE Zauberstabs wird, den ich tatsächlich vermisse, weil ich ihn zum Pürieren für allerlei sehr schätze und auch zum Aufschlagen kleiner Mengen Rahms  oder Dips oder Mayonnaise etwa.

Und ebenfalls vermisst wird der Zerkleinerer (Krups), der für das Mahlen der altbackenen Semmeln für Brösel, für Nüsse, Mandeln ebenso klasse war, wie für Leber, Fisch und andere Zutaten, aus denen Farce oder Ähnliches wird. Das Vorgängermodell hatte leider einen kleinen Umzgsunfall. Ruhe in Frieden, kleiner Held.

Technik muss – so sehr sie mir bei Beruf/Büro, Haushalt oder auch bei Automodellen, die ich im Laufe der Zeit besass und fuhr,  Spass macht und fasziniert, vor allem eines sein: Notwendig, praktisch, wirtschaftlich und langlebig. Sonst brauche und gebrauche ich sie nicht. Und so klein ist der Technikpark hier bei näherer Betrachtung dann eigentlich gar nicht mal.

Und …………bevor Sie fragen: Ja, ich habe eine Schlagbohrmaschine und ich weiss und pflege damit auch gern umzugehen. Ich sagte ja: Isch liiiebe Technik. 😉

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