Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

12 von 12 im Mai : Diesmal lauter Kruschzeug und Kruscharbeiten

© Liz Collet

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An jedem 12. eines Monat findet auf diversen Blogs das Fotoprojekt „12 von 12“ von „Draussen Nur Kännchen “ statt. Bei meinen 12 von 12 spiegelt sich in diesem Mai zufällig ein mehr oder weniger das Werkeln des Kruschtage. Kruschtage, das sind seit ich mich erinnern kann die Tage, an denen allerlei Ausräum-, Aufräum- und Sortierarbeiten erledigt werden. Gefürchtet waren die Tage, in denen der Keller neu aufgeräumt werden musste.

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Schöner dagegen, wenn ein neuer Schrank einzog und alles Mögliche umgeräumt werden konnte und dabei auch Schubladen und Fächer ausgeräumt und neu sortiert wieder eingeräumt, neue Ordnung geschaffen wurde. Das eine oder andere Regal und Schrank werden in nächster Zeit Platz bekommen, der Zollstock hat dafür heute Maß genommen.

Aber auch die vorhandenen Schränke haben ihre regelmässige Reinigung und wieder neu eingeräumte Ordnungsprozedur erhalten.

Meine Grossmutter hat bei solchen Gelegenheiten immer auch die Schrankfächer mit neuem Schrankpapier ausgelegt. Und manches Schrankbrett wurde mit frischer Spitze versehen oder mit Folie bezogen. Je nachdem, was in jeweiligen Regalen und Schränken gelagert wurde. Vor manchen Regalen hingen Stoffvorhänge an Vitragstangen, die sie genäht hatte. Ebenso wie im Küchenbuffet Spitzenstoff hinter den Scheiben gespannt war.

Kruschtage sind solche, an denen Schränke und Vorratsschränke ausgeräumt, ausgewischt und Vorräte sortiert und kontrolliert werden, Nachkäufe auf die Liste genommen werden für den Einkauf und anderer Krusch erledigt wird.

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So hat auch das erste der Bilder mit den Kleiderbügeln den ersten Punkt auf der Arbeitsliste eingefangen. Ein Dutzend alter Knderkleiderbügel, die aufgearbeitet werden. Oder wie es so hübsch heisst: Upcycled. Schmirgelpapier durfte als erster Schritt ran. Danach bekommen sie frische Farbe.

In meiner Kindheit wurden sie mit feinem Garn umhäkelt, das hielt die Kleidung rutschfest auf dem Bügel. Das Garn hatten wir zuvor aus Fabrikresten einer Kammgarnspinnerei, die verwickelt und verwuschelt als „Abfall“ dort anfielen und das meine Grossmutter mitnehmen durfte erst mühsam entwirrt und zu Knäueln aufgerollt und dann damit gehäkelt und gestrickt. Nicht nur die Kleiderbügel wurden einge“kleidet“ – auch manche meiner Puppen erhielt Strickjacken und -kleider.

Heute entdecken auch andere das „Umhäkeln“ der Kleiderbügel wieder, hier einige Beispiel dafür.

Als im Laufe der Zeit Kleiderbügel aus Kunststoff den Markt eroberten und Haken und Ösen für Spaghettiträger und Träger von Kleidern bekamen, wurden Häkelbezüge für die Holzbügel überflüssig. Heute ist Plastik out.

Trotzdem werden Holzkleidderbügel wie die im Bild zu sehenden weggeworfen oder warum auch immer gern abgegeben, die allenfalls ein bisschen Auffrischung nötig haben. Bei mir waren sie willkommen, sie werden nach der Auffrischung in einem anderen Kinderschrank wieder Freude bereiten und zum Einsatz kommen.

Aber auch Holzbügel lassen sich kreativ zu praktischen Dingen und Haltern verwandeln, wie dieses Beispiel zeigt.

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Eine der Orangen durfte derweil im Backofen in Scheiben geschnitten und auf dem Rost verteilt vor sich hin trocknen und verströmte gute -Laune -Aromen schon bei diesem leisen Geschehen. Die getrockneten Scheiben in der Schale auf dem Tisch tun selbiges danach weiter, da braucht niemand Raumsprays oder andere Handelsartikel.

Zum Trocknen der Scheiben wird der eh noch heisse Backofen ausgenutzt, der nach dem Backen von pikantem Weingebäck wieder frei geworden war.

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Nach  dem Wein-Käse-Gebäck wird die Temperatur natürlich für die Orangen gedrosselt und diese bei 100 ° so lange darin gelassen, bis sie gut getrocknet sind.

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Für das Mittagessen wurden Pellkartoffeln zubereitet und ein anderer als des sonst üblichen Dreizacks erwies sich wie stets als praktisches Helferchen beim Schälen, sobald sie gar waren. Mit hausgemachtem Kräuterfrischkäse und Salat war das Mittagessen gerichtet. Und für morgen die Kartoffeln schon vorbereitet, die dann wieder einmal als lauwarmer Bratkartoffelsalat zubereitet werden.

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Die seit langem nach und nach angesammelten Korken liegen mir schon lange im Hintersinn, noch ein second life, eine Sekundärnutzung zu erhalten. Dazu durften sie erst mal ein Wellnessbad in siedendem Wasser im Topf nehmen, nachdem der Topf mit dem Pellkartoffeln Platz gemacht hatte und da der Herd nun eh schon heiss war. Das Sieden der Korken in heissem Wasser macht ihre Verarbeitung leichter, vor allem beim Schneiden der Korken. Was bei mir dann daraus wird —- abwarten. Was andere daraus alles fabrizieren, dazu ein paar Beispiele hier.

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Die Eisheiligen fordern noch 2 Tage Geduld, bis es statt Regen- wieder Sonnenschirm, Kräuter und Blumen auf dem Balkon zulässt, aber an den Schirmchen für den Sommer fehlt es schon mal nicht. Die gehören zum Kruschkram allerlei thematischen und saisonalen Zubehörs im Fotofundus für Shootings. Auch der muss von Zeit neu sortiert und umgeräumt werden, weil Neues hinzukam, weil anderes verwendet und mit anderen Dingen abgelegt worden war. Und für die Liste der nächsten Fotoarbeiten werden Zubehör und Utensilien nun wieder saisonal griffbereit gelegt, die bunt in allerlei Farben und für die Themen des Sommers und sommerlicher Genussfreuden passen und benötigt werden. Unter anderem auch Garten- und Pflanzenthemen.

Bei der Gelegenheit wurden auch einige Ableger der Grünlilie abgenommen und für den Umzug in eigene Töpfe zum Wurzeln ins Fussbad umgesiedelt. Einige bekommen dann ihren eigenen Platz bei mir an anderen Fenstern, als die „Mutterpflanze“ und ein Teil kommt später in die Pflanzentauschbörse und an andere neue Besitzer.

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 Die Manuskriptarbeiten und Korrekturen wurden erledigt. Und dabei geht bei mir nach wie vor vieles handschriftlich. Liebhaber von traditionellen Füllfederhaltern, Kugelschreibern und Minenbleistiften erkennen die Marke diesen Bleistifts vermutlich auf Anhieb. Einer der ersten, die mich schon mehr als zwanzig Jahre begleiten. Nachhaltiges Schreibgerät. Und wer viel und lange schreibt, weiss auch, dass es Unterschiede macht, wie Schreibgerät in der Hand liegt. Grösse, Länge, Dicke, aber auch Gewichtsschwerpunkt – man merkt es beim Ausprobieren verschiedener Füller und Stifte in guten Schreibwarenläden.

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 Erstaunlicherweise fällt das manchen nicht bewusst auf – und ich vermute, das liegt an der veränderten Nutzung der Hände heute durch unterschiedliche technische Geräte. Wer tippt, wischt und auf Buttons an Smartphones und Tablets etc drückt, nutzt die Feinmotorik von Hand und Fingern anders, als jemand, der viel mit Geräten und Utensilien mit der Hand arbeitet – schreibend, zeichnend, malend, skizzierend. Nicht nur mit der auffallenden Verschlechterung der Handschrift, in jedem Fall ihrer sichtbaren Veränderung mit rückläufiger handschriftlicher Arbeit wird das erkennbar.

Man kann es auch dann erleben, wenn Ergotherapeuten beispielsweise oder andere Gesundheitsberufe mit Menschen und ihrer verbliebenen, verkümmerten, ungenutzten Feinmotorik zu tun bekommen. Das kann nach Unfällen, Erkrankungen (u.a. DemenzRheuma) oder Schlaganfällen sein oder mit zunehmendem Alter, im Besonderen auch bei Betreuungsbedürftigkeit zum Erhalt weitgehender eigener Fähigkeiten.

Dabei ist es keineswegs nur sinnvoll, die Feinmotorik von Kindern zu schulen. Bei ihnen ist es aber eher üblich.

Die Feinmotorik meint gezielte und koordinierte Bewegungen, die sich in der Handgeschicklichkeit zeigen. Die Handmotorik ist eines der komplexesten Bewegungsmuster des Körpers. Die Grundlage der Feinmotorik ist das Zusammenspiel aller Bereiche der oberen Extremitäten (Schultergürtel, Arm, Hand).

Durch gezielte Übungen werden in der Ergotherapie Blockaden in Schultergürtel, Arm und Hand gelöst und somit die Voraussetzung für eine flüssige und feingliedrige Bewegung in den Fingern geschaffen. Das ist nicht nur im Kindesalter relevant.

Spielend……..Feinmotorik schulen, das lernen Kinder mit vielerlei Geschicklichkeisübungen und -spielen, die viele irgendwann aus den Augen verlieren. Murmeln, ….etwa. Schusser, heissen sie bei uns. Und ich liebe sie – zum Betrachten, in der Hand spüren, damit spielend,………..vor der Kamera schon sehr lange. Es gibt auch ein paar hundert davon bei mir, die sich angesammelt haben. Diese fand sich im Seitenfach des Koffers beim Kruschen und Aufräumarbeiten des Tages wieder ein. Ich hatte sie bei einem meiner Kongresstermine und einem bei der Gelegenheit besonders erfolgreichem Termin für Folgeaufträge  in Irland in einem kleinen Laden in Dublin  entdeckt und mitgenommen. Und als Glücksbringer im Koffer belassen. Kleine Augenschmeichler und Seelenstreichler, in der Hand und ………..Motivationsschubser.

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Und zu den Motivationsschubsern gehört auch das………die Belohnung nach getaner Arbeit, wenn alle Schränke und Schubladen wieder hübsch aufgeräumt sind. 

Dass man beim Abstauben der Bücherregale nebenbei auch wieder etwas entdeckt, was dankbar als „Hausaufgabe“ angenommen wird, macht die Arbeit gleich schwungvoller. First work, then weekend.

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 Und die Sache mit dem Belohnen für getane Arbeit ist  auch schnell umzusetzen. Mit dem Schokoladenpuddeling, hausgemacht, bien entendu, mit dem das Tagwerk beschlossen  wird.

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12 von 12:

Am 12. eines Monats werden Fotos gemacht – bei vielen sind es die Puzzlestücke des jeweiligen Tagesablaufes. Meist abends werden 12 Bilder ausgewählt und im Blog gepostet. Mitmachen kann jeder, der einen Blog hat.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Mai 12, 2016 von in Medley, Spartipps und getaggt mit .

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