Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Wie Sie mit Orangen ein preiswertes Potpourri herstellen und angenehmen Raumduft haben

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Getrocknete Orangenscheiben © Liz Collet

Potpourris, Aromaöle, Raumsprays, Duftkerzen, Duftlampen, Raumdüfte……… sie sind ganzjährig im Handel zu finden, saisonal und nach Düften für quasi jeden Geschmack im Angebot. Je nach Marke und Hersteller und darin enthaltenen „Duftstoffen“ mehr oder weniger angenehm bis aufdringlich und künstlich anmutend.
Gelegentlich erlag auch ich der Versuchung bei Teelichtern mit Vanilleduft und bis vor ein paar Jahren auch gern mal Teelichtern mit Orangenduft – im Wesentlichen für das Badezimmer. Alle anderen Kerzen oder Teelichter, die es mit adventlichen oder auch für das ganze Jahr passenden Duftnoten gibt, waren mir stets zu intensiv, zu aufdringlich, zu unnatürlich.

Allen ist zudem gemeinsam, dass man sie umso weniger wirklich noch selbst wahrnimmt, je regelmässiger sie verwendet werden, denn wie beim Parfum gewöhnt sich die Nase – sonst ein sensibles Sinnesorgan – mit der Zeit daran.
Der Körper indessen ist den Düften gleichwohl ausgesetzt und so mancher, der über Kopfschmerzen, Migräne, Allergien klagt, käme kaum auf die Idee, dass diese in Zusammenhang mit permanent mit künstlichen Aromen parfümierter Raumluft und Raumdüften liegen könnte. Bei Verzicht auf solche nicht oder mindestens weniger anfällig für solche körperlichen Reaktionen wäre.

Nicht vergessen sollte man auch, dass die Nase und der Duftsinn eine wichtige Funktion haben und behalten und in dieser nicht künstlich beeinträchtigt werden sollten. Glaubte man bis vor kurzer Zeit, der Mensche könne rund 10.000 Düfte unterscheiden, will eine vor einiger Zeit veröffentlichte Studie aus den USA Anhaltspunkte dafür haben, dass unsere Nase sogar mehr als eine Billion Düftedifferenzieren könnte.

Der Geruchssinn hat auch die Aufgabe vor ungesunden Gerüchen und Einflüssen zu schützen, die bei Dauerberieselung beeinträchtigt werden kann.

Dass Düfte das Unterbewusstsein manipulieren, hat längst auch der Handel erkannt. Wer fühlt sich nicht verführt, beim Bäcker dem Angebot von Süssem zu erliegen nach dem Duft frisch gebackener Ware? Was in traditionellen Bäckereien mit dem Laden vor der Backstube und dem frisch dort hergestelltem Angebot von Gebäck, Brot und Kleingebäck ein natürlicher Effekt ist, werden in anderen Läden schon „künstliche Duftberieselungen“ über die Klimaanalagen auf den Kunden und in Supermärkten nach Abteilungen sortiert vorgenommen. Damit die Kunden vom Duft des Gebäcks, Kaffees, Obstes usw animiert werden, mehr und Ware einzukaufen, die sie eigentlich gar nicht auf dem Zettel hatten.

Wenn angenehme Gerüche in die Nase steigen, fühlt man sich wohl. Gerüche beeinflussen die Stimmung, das macht Raumdüfte so populär. Doch nicht jeder Duft, der der Nase schmeichelt, tut auch gut.

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Getrocknete Orangenscheiben © Liz Collet

Künstliche Duftstoffe in der eigenen Wohnung und in Arbeitsräumen sollen bei der Arbeit, beim Essen, auf dem Sofa oder im Schlafzimmer eine angenehme Stimmung verbreiten. Anstatt regelmässig zu lüften, sollen sich mit Raumdüften gar Zigarettenqualm, Küchendunst und die Gerüche des Haustieres überlagert werden.

Natürlich wirken – wie bei manchen Aromatherapien oder natürlichen Kräutern und Gewürzen – Mittel aus der Natur auch wohltuend und auf gesunde Weise. Klassiker sind Lavendel, Hopfen, Melisse etwa für Entspannung, guten Schlaf. Auch Zirbenholz bei Möbeln oder gehobelt in Schalen und Kissen werden gern dafür eingesetzt. Andere Düfte wirken anregend, wie Zitrusfrüchte, die daher gern in Arbeitsräumen und -zimmern verwendet werden.

Viele Menschen sind ständig von Duftstoffen umgeben. Sie können natürlichen Ursprungs sein, also z. B. aus Pflanzenteilen gewonnen werden, oder auch industriell künstlich hergestellt werden.

Solche Chemikalien sind Bestandteil von Parfüm und anderen Kosmetikprodukten, Wasch- und Reinigungsmitteln, Raumsprays, Duftkerzen und Ölen für Duftlampen. sogar Mülleimer- oder Staubsaugerparfüms.

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Getrocknete Orangenscheiben © Liz Collet

Das Wissen über Wirkungen von Duftstoffen auf Gesundheit und Umwelt ist bisher begrenzt. Bekannt ist, dass manche Duftstoffe – ähnlich wie Nickel im Schmuck – Kontaktallergien oder andere Unverträglichkeiten auslösen können. Menschen, die ungewollt Düften ausgesetzt sind, können zudem – nicht anders als bei Lärm beispielsweise – Stressreaktionen entwickeln. Personen mit umweltbezogenen Gesundheitsstörungen leiden subjektiv oft stark unter Duftstoffen. Bestimmte Duftstoffe, besonders einige Moschusverbindungen, sind in der Umwelt nur schwer abbaubar; sie reichern sich mit der Zeit in Umwelt, Tier und Mensch an.

Duftstoffe können über die Atmung in den Organismus gelangen. Sie verteilen sich über die Blutbahn im gesamten Körper. Bei einigen geht man davon aus, dass sie sogar über die Haut aufgenommen werden können. Als Kontaktallergene können sie bei Kontakt mit der Haut zu einer Entzündung (Ekzem) führen. Der Frage, ob Duftstoffe auch beim Einatmen allergische Symptome hervorrufen können, ist in einer Studie des Umweltbundesamtes nachgegangen worden: Demnach stellen Kontaktallergene, die inhaliert werden können, auch bei Allergikern keine Gefährdung dar, allergische Symptome nach Einatmen zu entwickeln. Es scheint allerdings sehr seltene Ausnahmen zu geben, insbesondere bei extrem hohen Konzentrationen.

Eine andere für das Umweltbundesamt durchgeführte Studie ergab, dass es mindestens eine halbe Million Duftstoff-Allergiker in Deutschland gibt. Das wissenschaftliche Beratungskomitee der Europäischen Union (SCCNFP) hat 26 Duftstoffe als besonders häufig Allergie auslösend eingestuft. Diese Stoffe sind nach der Kosmetikverordnung auf dem kosmetischen Produkt anzugeben, falls sie festgelegte Konzentrationen überschreiten. Dazu gehören unter anderem Citral, Farnesol und Linalool. Oft bleiben die Hersteller von Kosmetik-Erzeugnissen aber unterhalb der deklarationspflichtigen Konzentration oder ersetzen diese Substanzen durch andere, die sie nicht ausweisen müssen, die aber möglicherweise ebenfalls Allergien auslösen können.

Wasch- und Reinigungsmittel fallen seit 2005 unter die EU-Detergenzienverordnung 648/2004 EG. Danach sind den Erzeugnissen beigefügte Duftstoffe als solche kenntlich zu machen. Bei den 26 als besonders häufig Allergie auslösend eingestuften Duftstoffen sind ab einer Konzentration von 0,01 Prozent die Namen anzugeben.

Die Inhaltsstoffe vieler anderer Produkte, zum Beispiel zur Raumbeduftung, müssen die Hersteller überhaupt nicht aufführen, falls die Inhaltsstoffe nicht unter die Gefahrstoffverordnung fallen.

Importierte duftstoffhaltige Waren aus Staaten außerhalb der EU unterliegen bei der Produktion den Bestimmungen des Herkunftslandes, wo die gesundheitlichen und ökologischen Anforderungen oft geringer sind. Eine nachträgliche Untersuchung dieser Waren ist schwierig.

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Getrocknete Orangenscheiben © Liz Collet

Die aktuell geltenden Regelungen gestatten nur eine lückenhafte Beurteilung der Risiken der Duftstoffe. Das EU-Chemikalienrecht REACH wird die Situation voraussichtlich nicht grundlegend ändern, da es – bis auf wenige Ausnahmen – nur für Mengen über einer Tonne im Jahr pro Hersteller gilt, die meisten Duftstoffe aber in geringeren Mengen auf den Markt kommen.

Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, zurückhaltend mit Duftlampen, Räucherstäbchen und Ähnlichem umzugehen. Gleiches gilt für „Wellness“- oder „Aromatherapie“-Produkte, die sich inhalieren lassen. Schlechte Innenraumluft sollten Sie nicht mit Duftstoffen überdecken. Besser ist, die Quellen unangenehmen Geruchs zu beseitigen, die Wohnung regelmäßig zu lüften und zu reinigen.

Eine der von mir gern genutzten Raumdüfte ist die Orange. In der Adventszeit wird sie gern mit Nelken gespickt und schon eine in der Schale auf dem Tisch mit Tannen-, Kiefern- und Lärchenzapfen als Dekorations verbreitet einen dezenten, gleichmässigen und 2-4 Wochen dauernden Duft. Auf ganz natürliche Weise. Nelke ist nicht Jedermann’s Sache und auch nicht über die Vorweihnachtszeit hinaus.
Nicht nur in der Adventszeit beliebt und ganzjährig im Handel zu finden, sind Potpourris mit Orangenscheiben – meist mit künstlichen Aromen versetzt, mit anderen „Fülldekomaterial“ kombiniert, gelegentlich mit einer oder zwei Alibi-Zimtstangen oder Sternanis aufgefüllt und in Tüten oder Organzasäckchen zu kaufen. Für teures Geld – schon 100 bis 150 g solcher Potpourris kosten rund 4 € oder mehr. Und gleich daneben in Fläschchen Aromaöle, mit denen man diese Dekoware beträufeln kann, um den „Duft wieder aufzufrischen“.

Die getrockneten Orangenscheiben muss man aber nicht kaufen, man kann sie auch selbst herstellen und bereits eine oder zwei Orangen genügen völlig. Für weniger als 1 € Warenpreis haben Sie einen dezenten und natürlichen Duft für 1- 3 Räume, wenn Sie die getrockneten Scheiben in einer kleinen Schale oder in ein Windlicht legen. Der Duft reicht bis zu 5 Monate nach meiner Erfahrung und den von mir verwendeten Früchten.

Ich schneide Orangen in 2-4 mm dicke Scheiben. Damit diese beim Trocknen den enthaltenen Saft abgeben können, werden sie auf ein Backgitter nebeneinander gelegt, unter dem im Backofen ein Backblech platziert wird. Bei 100 ° dauert die Trockung zwischen 2 und 3 Stunden. Wichtig ist, dass die Scheiben gut trocknen, weil sie anderenfalls später schimmeln würden.

Sie können die Scheiben auch 14 Tage lang auf der Heizung, etwaigem Kachelofen oder im Dörrapparat trocknen. Einen Dörrapparat besitze ich nicht und im Vergleich mit den beiden anderen Optionen, die rund 14 Tage Trockungszeit erfordern,  habe ich persönlich mit dem Backofen die besten Erfahrungen gemacht. Zudem ist es mit diesem auch ausserhalb der Heizperiode möglich. Ein in die Ofentüre geklemmter hölzerner Kochlöffel lässt die Feuchtigkeit entweichen, die beim Trocknen entzogen wird.  Achten Sie je nach Dicke der Scheiben darauf, dass diese  nicht zu dunkel werden und wenden Sie die Scheiben nach der ersten Stunde ca. jede halbe Stunde. Nach dem Trocknen sollen die Scheiben nicht mehr weich und biegsam sein und sich trocken anfühlen, anderenfalls lassen Sie diese noch länger im Ofen. Nach dem Trocknen im Ofen lassen Sie die Scheiben auf dem Gitter auskühlen und noch einige Stunden dort ruhen, bevor Sie diese in einer Glas- oder Dekoschale oder Windlicht als Deko nutzen.

Auf die gleiche Art und Weise kann man auch Apfel-, Mandarinen- oder Zitronenscheiben trocknen.

Zitrusfrüchte wirken eher anregend und sind daher eher nicht im Schlafzimmer, sondern in Küche, Arbeitszimmer oder Wohnraum geeignet.

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Getrocknete Orangenscheiben © Liz Collet (Bei Interesse an Nutzungsrechten zu diesem und anderen Bildern Details gern passend zu Ihrem Bedarf auf Anfrage)

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