Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Wir haben wieder Spass: Bapperl-Spui mit Netto {Aufkleber-Spiel mit Netto} – Die Rabattaktion für heitere Kunden

Bapperl-Spui bei Netto © Liz Collet

Bapperl-Spui bei Netto © Liz Collet

Da ist sie wieder. Diese und kommende Woche. Die „Bapperl-Rabatt-Aktion“, die ich schon im Beitrag „Netto – die nicht so ganz nette Rabatt-Aktion der Woche {jedenfalls für Kassenmitarbeiter}“ als amüsantes Spiel für heitere Kunden, die sich sonst nichts gönnen, vorgestellt habe. Und bei der diese und kommende Woche Mitarbeiter an der Kasse wieder viel Spass beim Herumfriemeln haben werden.

Denn auch diesmal ist es wieder eine heitere Klebeaktion, bei der nicht einfach nur normale Papiercoupons vorgelegt, Kassenmitarbeitern ausgehändigt und von diesen dann einfach weggeworfen werden, wie es bei anderen Coupons üblich ist, zB bei Payback, Deutschlandcard oder Coupons von for me online etc.

Also heiter für Kunden.

Netto scheint ein grosses Herz für seine Mitarbeiter und Arbeiten zu haben, mit denen man diesen so rischtisch viel EXTRA-Arbeit bereiten kann.

Man kann vortrefflich darüber nachdenken, was eigentlich ein Unternehmen nicht nur dazu veranlasst, seine Kunden die Bapperl (Aufkleber) erst auf die Waren kleben zu lassen, damit diese sie nicht zweimal verwenden können. Dem Handel, der alle Eierkartons von Kassenkräften öffnen lässt, um (angeblich) zu kontrollieren, ob auch alle Eier heile sind, in Wahrheit aber dort vielleicht vom Kunden diebstahlshalber versteckte Waren entdecken will, ist ja manches zuzutrauen an Mißtrauen der Kundschaft gegenüber. Wenn ich gelegentlich in übermütiger Laune für ein bisschen Spass an der Kasse bin, hindere ich die Mitarbeiter dort immer mal gern mit den Worten

„Keine Bange, ich habe die Eier schon kontrolliert, alle heile.“

Wenn die Kassenmitarbeiter dennoch öffnen wollen, ist es lustig, ein

„Das können Sie mir schon glauben – oder meinen Sie, ich kann nicht erkennen, ob die Eier kaputt sind oder nicht!? Halten Sie mich für dümmer als Sie????“

nachzuschieben und mit indigniert hochgezogenen Augenbrauen dabei zu guggen.

Danach kapitulieren die einen. Manche behaupten, es trotzdem machen zu müssen, weil es eine Anweisung sei, damit Kunden dann nicht mehr umtauschen könnten (genau – Kunden kommen ja reihenweise mit alten und angeditschten Eiern von zuhause und wollen sie dann umtauschen). Die dritten schliesslich tun heuchlerisch so, als meinten sie es nur gut mit Ihnen und Ihren Eiern, die womöglich im Einkaufswagen und nachdem SIE diese bereits gecheckt haben, auf geheimnisvolle Weise von selbst kaputt gegangen sein könnten….

Da hilft dann auch mal ein:

„Oh, was verkaufen Sie denn hier für suizidale Eier? Die während der Einkaufswagenfahrt im Laden von selbst kaputt gehen? Oder womöglich noch auf meinem Heimweg??? Da kann ich sie dann aber schon noch umtauschen, gell? Wenn SIE hier SOLCHE Eier verkaufen.“

Manchmal genügt auch ein:

„Also, dann bitte nicht öffnen, nicht dass SIE die Eier dabei jetzt noch anditschen! Das ist Ihrer Kollegin letztens passiert und dann müssen wir die angeditschten ausgerechnet jetzt bei der langen Schlange austauschen!!!“

Ich habe ein diabolisches Gemüt. Manchmal. Und Spass beim Einkaufen. Vor allem, wenn man Kunden für blöd verkaufen will, während man sie unter Generaldiebstahlsverdacht selbst bei Eierkartons stellt.

Zurück zu den Klebecoupons. Die erneute Verwendung durch Kunden wäre ja nur möglich, wenn die Coupons den Kunden nicht ohnehin spätestens an der Kasse vom Mitarbeiter beim Kassieren abgenommen würden. Dazu aber muss man sie nicht aufkleben, sondern nur mit der Ware aushändigen, zu der sie gelten sollen. So what?

Die Frage stellt sich also, ob es nicht vielleicht Misstrauen (auch..nur?) den eigenen Mitarbeitern gegenüber sein könnte? Hat man etwa Angst, nichtklebende und nicht erst aufgebappte und wieder abgezogene und schrumpelig zerpflückte und bappige Coupons könnten von Mitarbeitern selbst oder von deren Angehörigen und Freunden nochmal und ebenfalls genutzt werden? Anstatt klebrig und zerfriemelt im Ladeneimer zu landen? Ein Schelm, wer so Böses denkt und einem Unternehmen gar seinen Mitarbeitern gegenüber unterstellen wollte. Nur weil diese Coupons allen Zeitungen beiliegen und also nicht individualisiert sind, wie beispielsweise Payback- oder andere Coupons, die Kunden nur einmal vorlegen und einlösen können und damit entwertet sind, wenn sie Kassenmitarbeitern ausgehändigt wurden, ohne erst klebrig auf Waren platziert zu werden und von diesen wieder abgezogen und wegzuwerfen sind.

Ins Grübeln aber darf man schon kommen….oder? Wie manche Unternehmen den Kunden Vertrauen schenken oder eben gerade nicht, die diesen Unternehmen als Kunden Vertrauen bei der Herkunft, Qualität der Waren und als treue Kunden entgegenbringen sollen.

Aber gegen Diebstahls – und Missbrauchsmöglichkeiten, da helfen wir doch gern mit. Tatkräftig. Deshalb werden auch diesmal die Bapperl besonders kräftig auf die Ware aufgebappt, damit sie ganz schwer wieder abzufriemeln sind. Und damit das Abfriemeln so schwer geht, dass sie nicht im Ganzen, sondern nur fetzerlweise abgezogen und sicher nicht wieder verwendet werden können. Von niemandem niemals wieder. Das dauert dann zwar bissi an der Kasse. Und vielleicht muss man dann ein oder zwei Kassen mehr aufmachen in solchen Aktionswochen und mehr Personal beschäftigen. Aber was soll’s – das trägt als Arbeitsplatzsicherungs- und beschaffungsmaßnahme vielleicht auch noch ein weiteres Gutes bei. Oder wenigstens dazu, dass die nächstehn Coupons doch irgendwann nicht mehr geklebt und abgefriemelt werden müssen. Wer weiss…..?

Ni X für U ngut.

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