Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Getestet: Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray

Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray © Liz Collet

Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray © Liz Collet

* Der folgende Beitrag ist ein nicht honorierter Produkttest, für welchen mir nur das Produkt kostenfrei und frei von Bedingungen zur Bewertung zur Verfügung gestellt wurde. Für solche Produkttests gelten die gleichen Grundsätze der Produktbewertung für mich, wie auch bei den von mir privat und persönlich sonst getesteten Produkten.

Mit Kneipp bin ich seit Kindertagen vertraut.

Also mit Kneipp’scher Philosophie und Kneipp’schen Güssen und „Kuren“.

Ich erinnere mich gut an das ganz schlichte steinerne Kneipp-Becken unweit des Lechs an meinem Heimatort im Paffenwinkel. Viele Wochen und nicht nur Ferientage und auch später Zeit bei meinen dort bis zu ihrem Lebensende wohnenden Grosseltern verbringend, kam ich an diesem Becken nie vorbei, ohne die Gaudi darin herumzustaksen.

An heissen Sommertagen schon zur erfrischenden Abkühlung, die sonst nur der Stausee (an dem mein Grossvater lange vor meiner Geburt zeitweise auch den Bootsverleih betrieb und an dem auch wir später ungezählte Sommertage verbrachten), der Brunnen im gepachteten Gartenfleckerl meiner Grossmutter für den Eigenanbau von Gemüse, Blumen und Kräutern und der Brunnen mit kaltem Wasser im Gang, also dem Flur, in der Wohnung meiner Grosseltern bot. Die jahrzehntelang nur diesen Kaltwasserhahn als Quelle fliessenden Wassers hatten, in der Küche gab es keinen und fliessend Warmwasser schon gar nicht. Nicht nur im Sommer wusch mein Grossvater sich zeitlebens dort nur kalt. Und meine Grossmutter hielt es meistens ebenso. Nur für das wöchentliche Bad in der Zinkwanne, die dann vom Speicher geholt wurde, gab es Warmwasser, das dazu auf dem Holzkohlenofen erwärmt wurde.
Meine Grosseltern erzählten mir damals schon von Kneipp und warum es gut sei, sich durch kalte und Wechselgüsse „abzuhärten“.

Meine Urgrossmutter mit meiner Grossmutter "Mariele" (rechts) und ihrer älteren Schwester "Annie" (links)1920.

Meine Urgrossmutter mit meiner Grossmutter „Mariele“ (rechts) und ihrer älteren Schwester „Annie“ (links) anno 1920.

Meine Grossmutter lernte noch mehr über Kneipp’s Gesundheitsphilosophie und Kneipp’sche Kuren zu dem bereits vorhandenen Wissen hinzu, als sie eine Kur in Bad Wörishofen lange vor meiner Geburt in den 50er Jahren machen konnte. Nachdem sie nach einer schweren Erkrankung kurz nach Kriegsende, bei der ihr Ärzte keine Überlebenschancen mehr ausgerechnet und prognostiziert hatten („Ihre Töchter werden Sie nicht mehr aufwachsen sehen“ – man fackelte da nicht sparsam mit vermeintlich sicheren Prognosen) mit dem ihr eigenen Widerstandswillen nach OP und damals üblichen Art der Bestrahlung zwar gesund wurde. Geblieben waren davon brüchige Knochen und Rippen, so dass man sie nicht zu fest drücken und umarmen durfte, damit man ihr keine anknackste. Das kleinste und  gut zu verschmerzende Übel, war das in ihren Augen, die nach vorn sahen und auf das Gute daran. Sie überlebte – en passant bemerkt – die Ärzte, Sanitäter und Krankenschwestern, die sie mit dem „Notsanka“ abgeholt hatten und auch danach ihr Überleben für unmöglich hielten, um Jahrzehnte und wurde weit über 90 Jahre alt. Fliessend warmes Wasser in der neuen eigenen Wohnung nach ihrer Verwitwung lernte sie zwar zu schätzen, Kneippsche Arm- oder Fussbäder aber behielt sie bei.

Ich selbst gewöhnte es mir erst saisonal an – soll heissen: an warmen und heissen Tagen von Frühling bis Herbst, weit in den Herbst hinein. Und seit Studienzeiten ganzjährig und gern auch mit dem Spass, im verschneiten Winter hin und wieder draussen mit den Füssen oder Beinen bis über Kniehöhe in kaltes Wasser zu gehen, auch am See. Sauna liebe ich auch deswegen am meisten mitten im Winter und Schnee und da, wo ich – ohnehin wenig verfroren, sondern den Winter und Kälte lange, lange Zeit mehr liebend als den Sommer mit der Hitze – im eben diesen Schnee hüpfen kann. Barfuss laufe ich zudem wann immer es geht auch draussen, im Haus eh ausnahmslos. Und was gibt es Schöneres, als frühmorgens im Tau auf Wiesen und im Wald auf Waldboden barfuß zu laufen? Wer über die Hänge oberhalb Seehausens spaziert, kann dem vielleicht so wenig wie ich seit Jahren widerstehen, wenn in der Zeit von April bis August die Düfte von Wildblüten und -kräutern, von Blumen und Heu mir unmöglich machen, nicht aus den Sandalen oder Schuhen zu schlüpfen und mit blanken Füssen und Beinen und Dirndl und darunter herausspitzenden Spitzenbaumwollröcken oder anderen Sommerkleidern weiterzulaufen. Glück pur, Genuss de Luxe, Sommerfrische wie in Kästners 13 Monaten, nicht schöner in Worte zu fassen, wie da die Seele baumeln kann.

Produkte von Kneipp hingegen entdeckte ich erst sehr viel später. Eigentlich erst am Rande eines eigenen Vortragstermins für Patienten, den ich gemeinsam mit Marianne Koch in Bad Wörishofen hatte. Und als ich vor dem Termin vorsorglich lieber frühzeitig von München mit dem Auto angekommen war und noch ein wenig durch den Kurpark schlenderte, durch den schon meine Grossmutter spaziert war. Und wo ich , nachdem ich diese neckisch anrief und raten liess, wo ich wohl jetzt sei, noch – es war ein äusserst heisser Tag – in einem Laden Kneipp’s Rosmarin-Badezusatz für mich und ein paar Kleinigkeiten von Kneipp als Überraschung für meine Grossmutter mitnahm. Die Rosmarin-Kristalle sorgten sehr viel später für angenehme Erfrischung zum Ausklang des Tages. Und die Überraschungskleinigkeiten von Kneipp machten meiner Grossmutter ein paar Tage später Freude, als ich wieder bei ihr im Pfaffenwinkel reinschaute. Rosmarin-Badezusätze mochte ich vorher schon seit meiner Schwangerschaft, weil sie morgens für angenehme und anregende Erfrischung sorgen, aber ich hatte sie nur von anderen Herstellern bis dahin gekauft. Ich nutze nach wie vor auch gern Produkte anderer Hersteller, aber bei bestimmten Produkten ist Kneipp inzwischen für mich unverzichtbar liebe Gewohnheit.

So lieb, dass auch dbmS dies zu meiner Überraschung genau zu wissen scheint und aufmerksam im Gedächtnis behielt, denn das „Kuschelbad“ von Kneipp habe ich (zusammen mit einem anderen Badezusatz, zu dem ich gesondert plaudern werde) noch während der winterlichen Tage und zu Weihnachten von meinem Sohn geschenkt erhalten, der damit genau meine Vorliebe getroffen hat.

Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray © Liz Collet

Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray © Liz Collet

Daher war es mir eine besondere Freude, als ich kürzlich eingeladen wurde, ein neues Produkt auszuprobieren und zu bewerten und zwar das Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray

Es enthält wertvollen Arnika-Extrakt und natürliche ätherische Ölen aus Latschenkiefer, Fichte, Tanne und Orange. Diese Aromen sind auch im Duft unverkennbar, wenn man es auf die Haut sprüht.

Kneipp empfiehlt es als wohltuend

  • bei Sport und Muskelkater
  • zur Erfrischung bei Hitze und Müdigkeit
  • nach körperlichen Aktivitäten
  • Eine leichte Massage wirkt entspannend und wohltuend auf die Muskulatur.
    Produktvorteile

Die Inhaltsstoffe sind angegeben mit:

Aqua (Water), Alcohol, Arnica Montana Flower Extract, Menthol, Camphor, Abies Sibirica Oil, Pinus Pinaster Oil, Pinus Mugo Leaf Oil, Citrus Aurantium Dulcis (Orange) Peel Oil, Panthenol, Glycerin, Limonene, Linalool, Citronellol, Parfum (Fragrance), PEG-40 Hydrogenated Castor Oil.

Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray © Liz Collet

Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray © Liz Collet

Das rein kosmetische und äusserlich anzuwendende Mittel ist für Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet und auch sonst für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Keinesfalls sollte man es ins Gesicht sprühen, selbstredend auch nicht in die Augen.

Ich habe es für alle vom Hersteller angegebenen Anwendungsbereiche inzwischen mehr als 2 Wochen ausprobiert

  • und zwar sowohl nach der täglichen Stunde morgendlicher Gymnastik und Konditionstraining,
  • nach dem Laufen,
  • Radfahren und
  • nach 1-3 stündigen Wanderungen im Blauen und Werdenfelser Land. Die Sprühflasche war unterwegs dabei (passt in jede Handtasche, Rucksack oder Radtasche mit 150 ml Füllung und Gewicht und Grösse. Und das Spray war nicht nur, aber besonders an den wärmeren Tagen wohltuend erfrischend und leicht zu verwenden.
  • Ausserdem ist es auch an heissen Tagen, an denen man z.B. berufsbedingt den ganzen Tag stehend oder laufend unterwegs ist wie bei Kongressen, Tagungen und Seminaren, die oftmals von 8 bis 22 Uhr auch gute „Beinarbeit“ und „Standing“ neben der fachlichen Tätigkeit von Vorträgen und frischem Auftreten in Gesprächen und Pausen erfordern, sehr angenehm gewesen
  • und leicht mal zwischendurch anzuwenden: Etwa 10 Sprühstöße (laut Hersteller, mir genügten 2-5 ) auf die gewünschte Stelle sprühen und leicht einmassieren – und Wirkung geniessen, denn die kühlende Wirkung hält sehr angenehm und lang an.
  • Gut vorstellen kann ich mir auch, dass es – vor allem Damen – gut tut, die beruflich viel sitzen (Büroarbeit), wie eine Freundin von mir, die schon zu Studienzeiten immer über dann anschwellende und „müde Beine“ klagte. Aber das müssten diese oder ähnlich damit Geplagte dann vielleicht besser beurteilen, da mir dazu die Erfahrung aus eigener erster Hand fehlt.
  • Besonders gefallen hat mir auch der Duft: Zwar kann man den Duft von Orange kaum erschnuppern nach einer gewissen Zeit nach dem Aufsprühen, allenfalls ahnen unter den vorwiegenden Düften der Koniferen. Aber das ist bei den sehr frischen und kühlenden, aber nicht zu aufdringlichen Düften nach Latschenkiefer, Tanne und Fichte mir persönlich durchaus angenehm. So sehr ich Duft von Orangen mag (zB in anderen Kosmetikprodukten und auch  als Raumduft wie diesem selbstgemachtem Potpourri), aber der Fokus muss bei  Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray nach meiner Meinung auch nicht unbedingt auf Orange liegen.
Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray © Liz Collet

Kneipp® Arnika Franzbranntwein Spray © Liz Collet

Fazit:

  1. Bekommt einen Platz  in meinen Lieblingsprodukten, wird also auf jeden Fall auch weiterhin von mir gekauft und genutzt werden, sobald die Flasche verbraucht sein wird, wobei ich nach wie vor gern im lokalen Handel auch Kneipp-Produkte kaufe. Wer online shoppen mag oder muss, hat diese Möglichkeit auch über den Onlineshop von Kneipp.
  2. Da die Flasche noch nicht leer ist (sehr sparsam im Verbrauch), aber optisch an der transparenten Flasche erkennbar der „Schlauch“ für die Pumpfunktion bis zur letzten Ecke am Boden der Flasche reicht, gehe ich davon aus, dass auch keine vergeudeten Reste der Sprühflüssigkeit in der Verpackung bleiben werden, sondern ein vollständiger Nutzen des Inhalts zu erwarten ist.
  3. Von den bei mir persönlich stets als Bewertungsfaktoren einzubeziehenden Punkten von Kosmetik-und Pflegeprodukten (Qualität – Wirkung – Duft, Qualität – Inhaltsstoffe, Praktikabilität der Anwendungsweise, Verpackung – Inhaltsreste, Preis-Leistungs-Verhältnis) erhält das Produkt alle 5 *. Und von meiner Großmutter hätte es sicher noch einen Extrapunkt bekommen. Den addieren wir gedanklich gern dazu. 🙂

Zum Produkt und weiteren Informationen HIER.

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Aktuelles Gezwitscher von Kneipp Deutschland können Sie hier verfolgen. Auf Facebook ist Kneipp HIER präsent.

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