Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Eine Woche ohne Plastik: Wie ändert sich das Konsumverhalten, wenn man auf Plastik komplett verzichtet?

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Ab in die Tonne© Liz Collet

In manchen Orten – wie hier im Blauen Land etwa – kann man die Mengen des Plastikmülls jedes Mal sehen, wenn er vom Entsorgungs-Lkw im 4-wöchigem Turnus des Abfallkalenders abtransportiert wird. Die gelben Säcke werden dann am Vorabend oder frühzeitig genug morgens am Gehweg vor dem Haus abgelegt und je nach Grösse der Anwesen von Ein- bis Mehrfamilienhäusern sind das unterschiedlich viele Säcke. Mein persönlicher Eindruck, dass umso weniger Säcke als Müll vor aller Augen zur Abholung abgelegt wird, je weniger Einzelhaushalte in einem Anwesen sind (weil für jeden offensichtlicher ist, wieviel man verursacht, an Müllmenge und damit auch Kosten der Entsorgung und diese einen gewissen Selbsterziehungseffekt haben mag), könnte man durch Beiträge, die hier im Blog bereits früher berichtet und verlinkt wurden, bestätigt sehen. Wenn man sieht, dass manche Kommunen Müllkontrolleure auf die Strasse schicken, die zutage fördern, wie viel in Biomülltonnen landet, was dort nicht hineingehört. Motto:

„Können ja alle anderen im Haus verursacht haben, weiss ja keiner, wer das da reingeworfen hat“ ? 

Wenn aber in einem Anwesen nur zwei Haushalte sind, von denen einer jedes Mal drei bis vier oder mehr gelbe Säcke zur Abholung legt und der andere allenfalls einen, dann sieht das eben auch jeder – und jedenfalls die Mietparteien desselben Anwesens wissen es voneinander. Egal, ob bei gleicher Personenzahl und vergleichbaren Haushaltsstrukturen (Familie mit Familie, Single mit Single, Paare mit Paaren verglichen) oder nicht. Es ist auch keineswegs so, dass bei zwei Personen automatisch doppelt so viel Säcke zu sehen sind, wie bei Singlehaushalten. Das kann vielfältige Gründe im Detail haben. Muss aber nicht daran liegen, dass Singles (angeblich) zB weniger selbst kochen, weniger zuhause sind, weniger zuhause als Verbraucher konsumieren und damit an Müll verursachen. Hier sind Verallgemeinerungen nicht so leicht als Ursache geeignet.

Bei manchen entsteht ein Umdenken dadurch, wenn sie selbst jedes Mal mehr Müll an die Strasse legen, den jeder sehen kann und der nicht im Tütenberg eines Mehrfamilienwohnhauses verschwindet. Ein Umdenken, zB Müll und besonders Plastikmüll zu vermeiden und anders einzukaufen oder jedenfalls den Plastik- und Verpackungsmüll da zu lassen, wo er einem unfreiwillig und unvermeidlich aufgezwungen ist. Im Laden.

Wie mühsam und aufwendig es inzwischen längst ist, wenn man auch nur eine Woche ohne Plastik zu leben versucht, zeigt ein rund sechseinhalb-minütiger Beitrag von WISO dieser Woche: Wie ändert sich das Konsumverhalten, wenn man auf Plastik komplett verzichtet? Der Selbstversuch einer Familie im Beitrag von WISO HIER in der Mediathek.

Wie alltäglich es bereits bei den Grundnahrungsmitteln beginnt, kann jeder feststellen, der es selbst eine Woche versuchen würde. Nun mache ich generell und seit langem meinen Frischkäse bereits selbst und das geht mühelos. Mehr als ein sauberes Leinen, ein beliebiges Abtropfgefäss und eine Schnur zum Aufhängen des Tuches mit dem Joghurt darin braucht man nicht, um über Nacht aus Naturjoghurt köstlichen Frischkäse zuzubereiten, den Sie dann selbst nach Lust und Laune pur geniessen oder mit Kräutern oder Gewürzen verfeinern können. Für kleine Portionen genügt das sogar als Zubehör

Aber ein banales anderes Beispiel ist Pasta: Sie bekommen Sie nicht in Papiertüten, allenfalls in Kartons je nach Pastahersteller. Sehr viel besser sind Kartonagen auch nicht bei der MENGE an Müll, die damit anfällt, sie wird nur anders recycelt und hat keine so lange „Überlebenszeit“ wie Plastik das nicht verrottet. Ein kleineres Übel, gewiss. Aber nicht wirklich die Lösung des Problems, ohne Verpackung Pasta auf den Tisch zu bringen, es sei denn Sie bereiten diese selbst zu. Die in Kartons verpackten Pastasorten sind selbst im Sonderangebot deutlich teurer. Bei selbst zubereiteter Pasta werden Sie auch nicht ohne Papiermüll der Mehltüten oder auch der Eierkartonagen auskommen. Minimieren von Verpackungsmüll und Bevorzugung anderer Verpackungsmaterialien ist also möglich, aber nicht ohne Aufwand an Zeit, Mühe und Mehrkosten beim Einkauf. Nicht jeder kann sich leisten, den dreifachen Preis für Pasta der Marke im Karton verglichen mit der gleichen Menge Pasta in der Tüte der Eigenmarke im Supermarkt oder Discounter zu zahlen. Nicht nur Rentner oder Alleinerziehende. Und nicht jeder hat Zeit oder (bei älteren Menschen und Rentnern) auch immer die körperlichen Kapazitäten, alles selbst und hausgemacht zuzubereiten, wenn er Nudel oder anderes essen möchte.

Auch wenn die Werbung uns allen gern die 80-jährige Omi am Nudel- und Strudelholzbrett in der nostalgischen Idylle präsentiert, wenn sie die mitnichten hausgemachten Lebensmittel imagewirksam und gewinnoptimierend an Mann und Kunden zu bringen versucht.

 

Pastaglas mit Vorrat © Liz Collet

Pastaglas mit Vorrat © Liz Collet

Trotzdem – wie eine Redensart sagt: Auch Kleinvieh macht Mist. Bei Kleinigkeiten anzufangen, ist ein Anfang. Und immerhin ein Weniger an Plastikmüll (und Müll generell auch bei anderen Verpackungsmaterialien) generell und auf’s Jahr gerechnet summiert auch das sich. Ebenso wie die Wahl, ob Sie Wurst und Fleisch in Plastik oder Kunststoffschalenverpackungen aus der Kühltheke kaufen oder offen an der Fleischtheke oder beim Metzger. Es fängt an mit kleinen Tütchen im Tütchen im Einkaufstütchen, wie bei den Papiertütchen für Griessnockerl, die im 3er-Packerl dann nochmal in Zellophantütchen verpackt sind. Anstatt die ohnehin günstigere 500 g Packung Griess in der Papiertüte oder im Karton zu kaufen. Und geht weiter mit vielen anderen Artikeln, bei denen Ihnen das auffällt, wenn Sie an den Regalen Ihres Supermarktes vorbeischlendern.

Welche Produkte würden SIE schwerlich anders verpackt kaufen können, als in Plastikverpackungen, auf die SIE ungern verzichten wollen oder können?

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