Lizchens Markt-Gangerl

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Dallmayr – seit 1700 und nun auch an der Bayerischen Staatsoper

 Dallmayr © Liz Collet

Dallmayr © Liz Collet

Es ist im Geschäftsleben eine bekannte Weisheit, dass der Erfolg von gestern und heute nichts für morgen sicher erscheinen lassen sollten. Das hat man vielleicht nach 53 Jahren bei Käfer unterschätzt, als man möglicherweise mit ein bisserl mehr Routine und damit zu wenig Aufmerksamkeit, die jede neue Ausschreibung um eine Vertragsvergabe verdient hätte und verdienen sollte, die Bewerbung zur Verlängerung des Caterings für die Bayerische Staatsoper konzipiert und eingereicht hat.

Auch 53 Jahre zur Zufriedenheit zu arbeiten, sind keine „g’mahte Wiesn“ für die nächsten Aufträge und Verträge, für die man sich nicht immer und immer wieder neue Gedanken manchen sollte, was überzeugend genug für die fortgesetzte Kooperation wirken könnte. Erst recht, wenn man mit starker Konkurrenz am Platze auch als vermeintlicher Platzhirsch auf dem Parkett rund um die Bühne den kulinarischen Auftritt rechnen muss. Die Reue der Erkenntnis einer Fehlkalkulation ist in den Zeilen zu lesen, in denen über die Ablöse Käfer’s durch Dallmayr berichtet wird. Mit Glückskäfern allein, welche manche Käfertassen schmückten, ist Tradition bei der Vertragsvergabe und -verlängerung nicht zu gewinnen. Das Glück ist mit den Tüchtigen und derer gibt es immer mehr als nur einen und immer auch einen, der morgen besser als das bisher Gute sein kann.

Alle fünf bis sieben Jahre sei die Bewirtung ausgeschrieben worden und laut Michael Käfer  bislang ohne Probleme. Dallmayr hatte sich 2009 erstmals beworben, hatte sich da aber noch nicht durchsetzen können. Käfer hätte wissen müssen, dass man sich bei Dallmayr davon nicht von einer weiteren Bewerbung abhalten würde lassen – au contraire. Und dass die 2009 noch erfolglose Bewerbung mehr Ansporn für die erneute Bewerbung und damit auch die neuerliche Bewerbung Käfers nun alles andere als Routine hätte sein dürfen.

Erfog verwöhnt, Scheitern macht hungriger nach dem nächsten Spurt um den Lorbeer.

Bei Dallmayr ist verständlicher- und durchaus berechtigterweise die Freude gross. Ein Haus, das nicht nur seit 1700 eine lange Tradition und die nicht nur als ehemals königlich bayerischer Hoflieferant hat, sondern dessen Restaurant längst zu einem kulinarischen Tipp über den Delikatessenhandel im Parterre hinaus geworden ist; unlängst hat auch die FAZ sich HIER der Köstlichkeiten angenommen, zu denen man über eine Treppe zu den höheren Genüssen gelanten kann.

Zum Saisonstart am 18. September 2016 übernimmt  Dallmayr die Bewirtung der Opernbesucher vor Beginn und zu den Pausen der Aufführungen. 1 Jahr Probezeit hat Dallmayr nun, die nächste turnusmässige Ausschreibung dann wäre erst 2021 erneut. Man darf sich freuen auf das, was Dallmayr für den Erfolg der Bewerbung und die Bestätigung der richtigen Wahl und für die dann anstehende neue Auswahl bieten wird.

Konkurrenz belebt das Geschäft. Und als Liebhaber der Bayerischen Staatsoper wie auch der kulinarischen Schmankerl „rund um diese herum“ in any sense darf man sich darauf freuen.

Und wenn Sie Ihren Gaumen und die Sinne ein bisserl kitzeln lassen wollen, dann schauen Sie doch entweder beim Dallmayr selbst in der Dienerstrasse vorbei oder geniessen Sie die regelmässig geposteten Augenschmankerl nicht nur rund um die Küchenbrigade und deren Werke, sondern was es sonst so bei Dallmayr HIER zu sehen gibt.

Und en passant hat es auch eine charmante Note, dass auch jahrhundertalte Traditionshäuser ihren Weg durch die Zeiten sichern und neue erobern können. Altes, Althergebrachtes neu inszeniert und komponiert ist nicht die schlechteste der Partituren, die neue Töne und Noten setzen können.

 Viel Erfolg!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juli 8, 2016 von in Marken, Medley, Unternehmen und getaggt mit , , .

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