Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Wie kaufen Sie die richtigen Kinderschuhe?

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Step by Step In Lifetime © Liz Collet

Erinnern Sie sich noch daran, wie es war als Kind, wenn Sie neue Schuhe brauchten, weil Kinder irgendwie dauernd aus ihren Schuhen herausgewachsen zu sein scheinen?

Meine Eltern hatten das Geld auch nicht so üppig, aber ein paar Dinge waren ihnen immer wichtig, wenn es darum ging, wofür Geld ausgegeben oder an welchen Dingen gespart werden konnte – oder nicht. Keiner steht hungrig vom Tisch auf. Bildung und Ausbildung sind wichtiger, als Geld für Urlaubsreisen auszugeben.

Dagegen war es völlig normal, Kleidung von grösseren an kleinere Kinder weiterzugeben und weiter aufzutragen.

Es gab zudem „gute Kleidung“ und solche, die man auftrug oder nur zuhause noch anzog, während die gute Kleidung eben geschont wurde.

Meine Mutter war sehr geschickt im Häkeln, Stricken und auch Nähen und nähte viele Kleidungsstücke für uns Kinder selbst, Kleider, Röcke, Blüschen u.a. Zu einem Geburtstag nähte sie mir einmal einen kuscheligen Bademantel aus einem nett gemustertem, geblümtem Frottierstoff, den ich lange und gern getragen habe – nicht nur weil er so hübsch und gemütlich kuschelig war, sondern auch, weil ich um die Mühe wusste, die darin steckte vom Musterlegen, über das Zuschneiden, Abstecken, Nähen und Anprobieren, Säumen usw., das sie mit ihrer Nähmaschine am Küchentisch erledigte.

Manchmal nähte sie für uns gleich aussehende Kleider, obwohl wir nicht gleichaltrig waren, einfach weil es hübsch aussah, wenn die Mädels in adretten gleichen Kleidern und im Sommer mit fast gleichen Strohhütchen auftauchten, die Hütchen nur das eine ein blaues, das andere ein rotes Stoffband, weil eben jeder doch auch seine Vorlieben hatte. In oft gleich aussehenden Sandalen mit weissen oder roten Lederriemchen oder anderen Schuhen. Und – ob auch beabsichtigt oder ohne das damit zu bezwecken – zugleich wurde damit auch gerecht jeder von uns Gleiches zuteil, wo andere Geschwister einander neue Kleidung streitig machten, wenn einer glaubte das Hübschere oder Bessere zu erhalten. Die eine meiner beiden Grossmütter (mütterlicherseits) konnte nicht nur gut nähen, sie strickte auch gern und sehr gut und so manche Kinderjacke oder Pullover entstand in ihren Händen. Einer Jacke erinnere ich mich besonders, die „Katzenaugen“-Knöpfe hatte und die melierte Wolle war wunderbar zu tragen – ich trug sie, bis ich auch mit Verlängerung der Ärmel beim besten Willen zu sehr aus ihr herausgewachsen war, um sie noch länger tragen zu können. Oft wurde für die Strickwaren Wolle oder Garn verwendet, das aus Restbeständen kam oder das in einer Kammgarnspinnerei an- und abfiel, wenn die Maschinen Material verhedderten oder bei Durchgängen übrig liessen. Es war dünnes Garn und musste mühsam entwirrt und aufgewickelt werden, aber das waren Arbeiten, die wir und meine Oma eben so nebenbei beim Unterhalten oder Musikhören oder beim Fernsehen oder im Sommer draussen erledigten. Hände ruhten nicht einfach so – die können immer nebenbei was zu tun haben. Etwas, das ich beibehielt – nicht nur  mit Stricken während des Lernens für Schule und Studium oder Referendariat, als ich bereits eine Familie damit unter einen Hut zu bringen hatte und Zweitjob neben beidem: Die Hände haben immer irgendwas zu tun.

Vieles wurde gebraucht verwendet und mehrfach gebraucht und verwendet bei und für Kleidung. Oder auch aus Stoffresten genäht, lange bevor heute der Trend von Upcyceln und DIY das scheinbar neu erfindet.

Die Wolle jener Jacke wurde irgendwann wieder aufgeribbelt und -gerollt und noch für irgendwas anderes verwendet, das ich nicht mehr erinnere. Wenn Sie aber wissen wollen, warum ich auf diesem (Ausschnitt) Klassenfoto der ersten Klasse so strahlend bis zu den Ohren grinse, dann hat das neben der Freude daran, in die Schule gehen und dort noch mehr Bücher lesen und mehr lernen zu können, seinen Grund auch an eben dieser Jacke gehabt, die ich an diesem Tag zufällig das erste Mal trug, als der Schulfotograf in der Klasse erschien.

An Schuhen aber wurde nicht gespart durch Auftragen von gebrauchten Schuhen der Geschwister wie bei der Kleidung, die an die Jüngeren oder auch von und an Cousinen weitergegeben wurde.

Ausser die Bergsteiger-Schuhe meiner Mutter, die ich auf vielen Wandertagen der ersten Schuljahre noch aufgetragen habe. Und mein erstes Paar Spitzenschuhe beim Ballett, die ein anderes Mädchen nur zwei oder drei Mal getragen und dann das Ballett aufgegeben hatte, so dass ich das Glück hatte, mein erstes Paar praktisch neu für wenig Geld zu bekommen. Die ich übrigens trug und nutzte, bis sie durch neue ersetzt werden mussten, weil sie lange genug getragen, aufgetragen wurden, bis sie mir zu klein wurden.

Ansonsten aber galt in meiner Familie: Gebrauchte Schuhe verderben den Fuss – da spart man am falschen Ende.

Anders als heutzutage und in SB-Läden oder gar Online-Shops wurden Kinderschuhe noch abgemessen von Verkäuferin oder Inhaber des Schuhgeschäfts, das passende Maßbrett dazu gab es auch für Erwachsene, bien entendu. Solche Schuhgeschäfte zu kennen und zu nutzen, die sich darauf noch verstehen, sollte man nicht missen. Ich bin der Meinung, dass sie einen nicht unerheblichen Anteil daran haben, wie gesund die Füsse sind und bleiben, von Kindesbeinen an, die uns im Regelfall durch ein ganzes Leben hindurch tragen und bewegen sollen. Und manchem Menschen einige Arztbesuche ersparen könnten, bei denen die Folgen unpassender Schuhe dann wieder „repariert“ werden sollen.

Ebenso wie ein Grossteil von Patienten und Verbrauchern sonst ihren Füssen ungleich und ungerecht weniger Aufmerksamkeit und Pflege als ihren Kopfhaaren und der Frisur widmen. Von täglicher Pflege oder Fußbad gar nicht zu reden. Auch das ein trauriges Kapitel und eigenes Thema.

Das bedeutet nicht etwa, nur in Gesundheitsschuhen durch die Gegend zu laufen – ich laufe zwar daheim nur barfüssig (und im Winter ggf. dann allenfalls in Socken), liebe aber von Ballerinas über Pumps jeder Absatzhöhe bis zu Heels ebenso allerlei Schuhformen ebenso wie die zum Segeln, Langlaufen, Wandern oder Radfahren geeigneten Schuhe und Gummistiefel oder was dem jeweiligen Einsatz am besten taugt.

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Step by Step © Liz Collet

Btw…. Auch wenn Erwachsene meinen, ihr Fuss ändere sich nicht mehr in der Länge, übersehen sie gern, dass sie durchaus aus mancherlei Gründen noch Veränderungen durch und nach Schwangerschaft, Erkrankungen oder Gewichtsveränderungen z.B. in der Breite / Dicke der Füsse erleben können.Sei es kurze oder längere Zeiten temporär oder dauerhaft.

Aber das ist ein Thema für sich.

Bei Kindern ist es in der Natur der Sache, dass ihre Füsse sich binnen Monaten verändern und beim Kauf neuer Schuhe neue Schuhmaße relevant werden. Ein Meßbrett für Fußgrösse und -maße finden Sie nicht in Schuhdiscountern, noch weniger Fachverkäuferinnen, die damit umzugehen vermögen. Und die dann auch noch wissen, wie ein danach ausgesuchter Schuh bei der Anprobe probegelaufen wird und wie man durch den „Fingerdruck“ auf die Schuhspitze spüren kann, ob der Schuh auch genug Platz für Kinderfüsse darin lässt. Das ist der Preis, den Eltern und Kunden heute dafür zahlen, dass sie vermeintlich viel und vielfach doch am falschen Ende sparen. Fast 70 Prozent aller Kinder tragen Schuhe, die ihnen eigentlich gar nicht mehr passen; nur drei Prozent der Kinderfüße haben ausreichend Platz in den Tretern. Das hat ein Forscherteam an der Universität Wien in einer Studie mit dem Titel „Kinderfüße-Kinderschuhe“

 herausgefunden. In vielen Fällen stimmte schon die angegebene Schuhgröße nicht: Wo beispielsweise Größe 30 draufstand, war nur 29, 28, oder sogar 27 drin.

Nicht zwingend entscheidet hingegen der Preis von Kinderschuhen allein über deren Qualität, weder bei teuren, noch besonders preiswerten Modellen. Entscheidend sind vielmehr andere Faktoren, zu denen Sie HIER mehr lesen können. Dazu gehört – en passant bemerkt –  auch, dass man neue Kinderschuhe nicht erst dann in Betracht ziehen und kaufen sollte, wenn sie bereits drücken.

Folgen von zu kleinen Schuhen können ein Leben lang wirken: Durch zu kurze oder zu enge Schuhe verändern sich die Zehengelenke krankhaft, es kann zu einem schiefen großen Zeh kommen. Gequetschte Zehen können zu Muskel- und Sehnenschmerzen oder sogar Durchblutungsstörungen führen. Und gern übersehen oder unbekannt: Ungesunde Füsse können sich auf den ganzen Körper aus wirken und bis zu Knie-, Hüft- und Rückenbeschwerden führen. Beim Forschungsprojekt „Kinderfüße-Kinderschuhe“ kontrollierten die Wissenschaftler insgesamt die Füße von 858 Kindern.

Bei drei von vier Kindergartenkindern waren die Großzehen bereits schief gewachsen.

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