Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Holla, das nenne ich mal Verbraucherethik de Luxe, pardon: Verbraucherservice der dritten Art

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Ab in die Tonne© Liz Collet

Umweltschutz, Regionales und Saisonales Food – Medien quer durch alle Rubriken, besonders aber natürlich die kulinarischen, trichtern Verbrauchern gern ein, was sie SOLLEN.

WOLLEN SOLLEN.

Schlagzeilen der Art, ob man noch Fleisch essen dürfe oder nur noch vegetarisch verbraucher- und foodethisch akzeptabler Lifestyle sei, sind an der Tagesordnung.

Auch dass man doch niieenicht mehr ohne Leinenbeutel oder Einkaufskorb shoppen gehen dürfe, am besten mit hauchdünnen Tüchlein und Säcklein, die irgendwo für richtig Geld auch online bestellbar seien und die hauchdünnen Plastiktütlein in der Obst- und Gemüseabteilung verzichtbar machen.

Und natürlich geht MAN(n) heute nicht mehr ohne die eigene Fleisch-, Käse- und Wurstvorratsdose zum Einkaufen. Zum örtlichen Metzger, Bäcker, Gemüse- und Käsehändler, der lokale Einzelhandel hat das Hohelied der Medien im Ohr, das ihm gesunden wird wie auch den Hofverkäufen auf dem Bauernhof.

Und der Einzelhändler (nicht nur im Lebensmittelhandel, sondern auch andere, von denen hier und da immer wieder gute Händler aufgeben) „verreckt“ im Wettbewerb dennoch an der überhohen Konkurrenz jener Discounter und Supermärkte , die mit mehr oder weniger tauglicher und rechtskonformer Ministererlaubnis um Machtmonopole schachern und sich Klagen und deren Rücknahmen abkaufen lassen.   Und an der Konkurrenz von Onlinehändlern.

Zu welchem Preis, das wird unter Verschwiegenheitsvereinbarungen gestellt, die bereits vorhandene OLG-Urteile damit aushebeln. Monopol- und Wettbewerbsverzerrung im Verhandlungsschacher.

Aber wehe der Verbraucher weisst nicht, was Marktethik ist, die er zu beachten habe mit all den hübschen Schlagworten wie Umweltschutz, Klimaprobleme durch furzende Steaks auf der Weide und wo immer sie leben, wachsen und geschlachtet werden, regional und saisonal erzeugte und zu kaufende Lebensmittel und was als Superfood thematisch dazwischen gestreut wird, aber weder super, noch regional oder saisonal ist. Aber worüber würden Medien dann schreiben und wie sollen Rezeptmagazine und -portale sonst zu Auflage und Abo-Kunden und zu Clicks kommen, die mit ihren Werbekunden und gegen Adblocker schliesslich Einnahmen und Gewinn maximieren wollen!?

Bei alle den so ökologisch hübschen Beiträgen und Themen und dem sekündlich virtuell infiltriertem „Regional“ und „Saisonal“ und der chinesischer Foltertechnik folgenden „Umweltbewusstseins“-Tröpfel-Therapie für Otto Normalverbraucher, da schlacker ich dann bei DIESEM Angebot schon recht mit den Ohren. So sehr, dass sie schier eine eigene Windkraftanlage ersetzen könnten (1 oder 2 CLICKs auf ’s Bild zur mehrfachen Vergrösserung):

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Gefunden HIER beim Rezept zu einem Raukesalat. Nun grübel ich nur noch, ob der Kooperationspartner des Verlages, bei dem man nach dem Anklicken die Zutaten bestellen kann, diese im Plastiktüterl (hauchdünn? In modischem Bio-Grün für Ihr Green-und-Bio-Feeling als Kunde?) oder im hauchdünnen ökologisch, regional und saisonal unter Einhaltung von Mindeststandards und fairen Lohnbedingungen für die Sackerlnäherinnen produzierten Stoffsackerln für jeder der Zutaten liefern wird.

In „gekühltem DHL-Paket“ – das erfährt man, wenn man es anklickt. Na, das ist für die Pinienkerne, Honig und Gewürze  ja enorm wichtig.

Und dass die Zutaten für diesen kleinen Salat schlappe 9,36 Euro kosten, sieht man dann addiert. Und noch nicht den Mindestbestellwert von 20 Euro erreichen. Und von WEM Sie das geliefert bekommen, erfahren Sie auch und dass versandkostenfrei erst ab 40 Euro geliefert werde. Von WO aus die vielen netten DHL-Autos diese Lebensmittel dann für Sie zu Ihnen transportieren, das sich auszumalen, überlasse ich Ihrer Fantasie und weiteren Recherche HIER.

Dort finden Sie dann bei einigem Suchen auch die Infos, in was für Sackerln und Verpackung Ihnen Bestelltes angeliefert wird. Und haben hoffentlich genug Verstand, weiter zu denken,  ob und wie wenig diese ökologisch sind.

Und so vertraue auf ein wenig Hirnschmalz bei Ihnen, dass das alles dann mit Umweltschutz, Regionalem und Saisonalem eher nicht mehr wirklich viel zu tun hat. Egal, ob DORT in „Über uns“ so (ach, wieder so hübsch trendwortgepowert) steht:

„Bei uns finden Sie doppelt so viele Produkte wie in einem normalen Supermarkt. Die besten Marken und ein außergewöhnlich großes Bio- und Fair-Trade-Sortiment. Dazu kommt viel Lebensqualität, das haben wir uns bei AllyouneedFresh.de auf die Fahne geschrieben.“

Sorry, aber bei mir fällt das nicht unter Lebensqualität. Sondern meiner ganz persönlichen Meinung nach unter Verbraucherverblödung, dort einzukaufen, anstatt zum nächsten Lebensmittelladen zu gehen, der weitgehend zu den gleichen Zeiten geöffnet ist, wie die Liefertermine des Anbieters.

Und anstatt diesen örtlichen Lebensmittelladen, Wochenmärkte und meinetwegen auch den Supermarkt, der Arbeitsplätze am Ort hat und hält und über die Steuereinnahmen auch zur Infrastruktur des Ortes einen Beitrag bringt.

Aber jedem das Seine. Und vielleicht sind Sie ja auch einer von denen, die als die ersten Fusskranken der Völkerwanderungen auf dem Sofa ächzend niedersanken und dort noch heute herumliegen, kaum noch in der Lage, Bestellbuttons für den eigenen Lebensmitteleinkauf zu drücken und dafür online zu zahlen.

Cave……….dieser Beitrag enthält viele mehr oder weniger sichtbare und schmackhafte Spuren von Sarkasmus, Ironie und eine gewisse Prise Zynismus. Hätte ich Ihnen vielleicht eingangs des Posts ankündigen sollen. Aber ich halte mich zurück, Ihnen zu sagen, was Sie SOLLEN. Stattdessen baue unerschütterlich optimistisch darauf, dass Sie selbst wissen, wann Sie Ihren Verstand gebrauchen könnten. Eigentlich gehört der ja zur Grundausstattung jeden Verbrauchers. Der nicht auf jedes Etikett wie ein Pawlowscher Wuffi geldbeutelzückend sein Budget oder seine Bank onlinebuchend melken lassen muss, nur weil irgendwo „Fair Trade“, „BIO-Sortiment“ oder „Lebensqualität“ prangt.

Was immer SIE alles frisch brauchen – all I need fresh, das bekomme ich am Ort. Per pedes. Per pedales. Sehr vieles und wo immer möglich, regional, mehr noch saisonal. Aber weitaus ökologischer, als per Lebensmitteleinkauf online.

Ni X für U ngut!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Oktober 24, 2016 von in Fundstück der Woche {Was man garantiert nicht braucht}, Unnützes & Überflüssiges und getaggt mit , .

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