Lizchens Markt-Gangerl

Lizchens Spazier- und Schnupperwege in der Welt der Wochen-, Super- und anderen Märkte, der virtuellen Shops, der Marken und Produkte

Veggie: Nicht immer so gesund wie gedacht

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Zucchini und Basilikum © Liz Collet

Glaubt man aktuellen Umfragen, soll es 7,8 Millionen Vegetarier bzw. Veganer in Deutschland geben.

7,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als funktionale Analphabeten.

Die nicht ganz weit voneinander entfernt liegende Zahl ist zufällig und beide Personengruppen natürlich nicht kongruent. Obwohl man darüber ins Sinnieren kommen könnte, wie hoch der Anteil der Teilkongruenz sein kann und muss.

Warum?

Nun, Anlass dazu ist das, was auf vielen Verpackungen von angeblich und vorgeblich, vermeintlich so viel gesünderen Lebensmittelprodukten schwarz auf weiss oder jedenfalls gedruckt zu lesen ist und in diesen enthalten. Zusammensetzung und Zusatzstoffe, die bei „konservativen“, nicht vegetarischen oder veganen Lebensmittel- und Fertigprodukten heftig kritisiert und abgelehnt wird, aber geschluckt wird und als gesünder gerühmt und schmackhafter gepriesen, sobald ein Babberl auf der Verpackung „Vegan“ oder „Vegetarisch“ zu sein behauptet.

Den einen der einzig richtige Trend, den anderen eher als mehr oder weniger künstlich hysterisierter Hype anmutend – die Lebensmittelindustrie sucht ihren Umsatz und an den Preisen unverkennbar auch erheblichen Gewinn in der Religion, in welcher nicht wenige ihr Heil suchen, wenn nicht sogar Heilung. Heilung von dem, was sie (vermeintlich oder nicht) bereits bei der Ernährung krank mache.
Weil so konsequent dann aber die Zielgruppe doch nicht ist, wenn sie isst, bereitet sie ihre Speisen nicht selbst zu, sondern greift auch hier (wieder) zu dem, was Lebensmittelindustrie an Produkten bis hin zu Fertiggerichten offeriert: Veganer Brotaufstrich, Sojaschnitzel, Veggiewürstl und Veggie-Leberkäse und allerlei mehr, das sich unter dem Mantel bzw. Lebensmitteletikett von „klassischen“ Produkten als Pseudowürstl, Pseudoburger und Pseudoschinken anbietet, um auch dem hartnäckigstem Fleischsaurier, pardon: Fleischgeniesser den Verzicht auf Mahlzeiten vom Tier leichter zu machen.

Damit ihm wurscht ist, was drin ist. Weil einiges drin sein muss, was er nicht so genau wissen kann, denn hätte Brokkoli oder Aubergine von Natur aus Fleischgeschmack, bräuchte es ja keiner Raffinesse und Raffinierung der Lebensmittelhersteller und -Industrie, um sie nach Fleisch und Wurst schmecken zu machen, bis keiner mehr einen Unterschied aus fleisch- oder nichtfleischbasiertem Brotaufstrich herausschmecken soll.

Wie gut und gesund sind diese Lebensmittel dann wirklich noch sein können, denen allerlei zugesetzt werden muss, damit der Geschmack auch demjenigen potentiellem Kunden nicht allzusehr zusetzt, um es sich anstelle eines schönen und saftigen Steaks vorsetzen zu lassen, darüber denken Veggie-Groupies und vielleicht dann weniger nach, als sie sollten. Sonst wären es vielleicht nicht 7,8 Millionen, von denen ein mutmasslich nicht kleiner Teil solche Produkte auch kauft.

Spätestens jetzt erschliesst sich Ihnen der Gedanke, wie gross die Teilkongruenz der beiden eingangs genannten Personengruppen sein muss oder kann, die nicht einmal von dem an Informationen lesend Gebrauch macht, die ihnen auf der Lebensmittelverpackung vegetarischer oder veganer Produkte geboten werden und erstaunlich gern in Fehlvorstellungen lebend diese kauft und konsumiert. Denn Fehlvorstellungen werden immer dann höchst sichtbar, wenn Sie Kunden auf der Strasse oder sonst im Gespräch fragen. Wie das gern geschieht, wenn bei Marktchecks Produkte getestet und untersucht werden. Sie werden das auch gleich sehen, denn:

Einen oder zwei Gedanken mehr lohnt es, wie gesund solche als gesünder angepriesenen und gekauften vegetarischen und veganen Produkte sind. Untersuchungen von „Stiftung Warentest“ und von „Öko-Test“ belegen, dass viele Hersteller künstliche Inhaltsstoffe einsetzen, um den Geschmack aufzupeppen. Und ein Ernährungsexperte erklärt Marktcheck, warum Veggies oft auch echte „Dickmacher“ sind. Den ganzen Bericht dazu lesen Sie HIER in einem Beitrag von swr Marktcheck.

Das Video zum Beitrag sehen Sie HIER.

Zweifellos wird nicht nur bei den im Video zu Wort kommenden Passanten die Erwartung an Inhalt und die Realität des Inhalts solcher Lebensmittel zweierlei. Das kann man zumindest mit Blick auf die auf der Verpackung angegebenen Inhalts- und Zusatzstoffe auch dem Verbraucher selbst anlasten – lesen darf man dem Verbraucher selbst abverlangen als Eigenverantwortung. Schlimmer und den Herstellern anzulasten hingegen ist, was nicht darauf deklariert, aber ebenfalls darin zu finden ist, wie die Tests laut Video ergaben.

Fleischreduziert oder -frei(er) geht sicher auch ohne Mineralöl im Essen. Und ohne manches andere auch. Und auch ohne zum Vegetarier oder Veganer mutieren zu müssen, es sei denn, man will letzteres aus Gründen der persönlichen Ansicht über Tierliebe und Tierschutz, was jedem unbenommen und nicht zu kritisieren ist und wäre. Dann aber sollte der Mensch sich nicht weniger, als eben jedes von ihm zu schützende Lebenwesen auch selbst wert sein – und nicht alles lieber schlucken, nur weil es ihm als „vegan“ und „vegetarisch“ verkauft und als angeblich gesünder aufgetischt wird. Wer lesen kann, ist nur dann im Vorteil, wenn er nicht alles blind glaubt, was aufgedruckt steht und vom Lesen wie vom Verstand gleichermassen auch Gebrauch macht. Anstatt Absatz und Umsatz kritikwürdiger und inakzeptabler Waren zu fördern und deren Marktmacht zu festigen und zu stärken.

Es gibt natürlich auch ein Recht auf Nichtwissen oder Nichtwissenwollen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber wer sich bei Veganern und Vegetariern verbreitet anzutreffen gern als mehr und besser informierter Konsument darstellt und selbst sieht, wenn er nicht nur allen Tierchen ihr Pläsierchen am ungeschlachteten Weiterleben belassen und anderen das Schlachten und Verzehren von Tieren ausreden will, weil es nicht nur unethisch, umweltfeindlich, grausam, sondern auch alles andere als gesund und nur veganes und vegetarisches Essen gesund sei, der preist gerade die Pflicht zum Mehrwissen und Mehrwert des Wissenwollens von Behauptungen an. Behauptungen, die veganes und vegetarisches als allein vertretbares Ernährungs- und Konsumverhalten legitimieren. Weil er mehr und besser wisse, was gesunde und gesündere Ernährung sei. Dieser homo sapiens sollte dann auch konsequent wissen und wissen wollen, was drin ist. Und nicht nur drauf steht. Denn das – ganz en passant – unterscheidet den homo sapiens ja namentlich vom Tier: sapere. Wissen.

Theoretisch…….jedenfalls.

Aktuell übrigens eine hübsche Übung in der Kategorie Brainjogging die im Sommer verlautbarte Information, der ehemalige Fresenius-Chef Ulf Schneider werde zum 1. Januar 2017  CEO von Nestlé. Sein Vorgänger Bulcke arbeitet seit 36 Jahren für das Unternehmen. Dessen Vorgänger im Amt des CEO wie auch des Verwaltungsratschefs, Peter Brabeck-Letmathe, ist seit 47 Jahre bei Nestlé. Beide haben sich ihren jeweiligen Aufstieg in die Spitzenämter durch jahrelange, internationale Jobwechsel innerhalb des Konzerns verdient. Mit Ulf Schneider kam nun ein externer Kandidat in den Konzern an die Spitze.

 Für den reibungslosen Übergang kam Schneider bereits zum 1. September in den Vorstand von Nestlé und hatte zuvor seinen Rückzug von der Fresenius-Spitze nach 13 Jahren bekannt gegeben.

Dass Schneider, der einen deutschen und seit 2003 auch einen amerikanischen Pass besitzt und TTIP offen befürwortet, von einem Konzern aus dem Gesundheitswesen kommt, sollte nicht erwarten lassen, dass sich an Produktpalette oder deren Kaloriengehalt Wesentliches ändern wird. Allenfalls, dass die Produkte auch marketingtechnisch zur ersten Adresse für Gesundheitsfans erklärt werden sollen. Man baut Umsatz und Gewinn nicht aus, indem man Marktmacht auf dem Sockel einer Produktpaletter zuckersüsser und zusatzstoffreicher Convenienceprodukte aufgibt und nur noch „Gesundheitsprodukte“ verkauft, sondern indem man die bisherige Palette als solche zu verkaufen sucht und um andere ergänzt, die von Nahrungsergänzung bis zu anderen Produktsortimenten einen zusätzlichen Marktanteil generieren sollen.

Der ehemalige Chef des Medizintechnikers Fresenius soll beim weltweit größten Nahrungsmittelkonzern Nestlé mit dessen Marken wie Maggi, Nespresso, Buitoni, Kitkat, Wagner-Pizza, Vittel oder Felix-Katzenfutter sowohl den Umsatz als auch die Rendite nach oben bringen.

Bringen Sie Ihre eigenen Gehirnzellen in Bewegung, wie das wohl bewerkstelligt werden wird. Und um welchen Preis.

Lassen wir beiseite, wie man den UMSATZ bei Dialyse erhöhen kann oder in Kliniken. Was vereinfacht gesagt entweder nur durch Verdrängungswettbewerb geht in der Konkurrenz mit anderen (ebenso wohnortnahen) Kliniken. Oder mit einer Zunahme von Kranken oder Krankheiten und abgerechneten und abrechenbaren Leistungen.

Der Fokus liegt darauf, wie man GEWINN maximiert. Das geschieht im „Gesundheitsmarkt“  von Kliniken im Wesentlichen und massgeblich durch Einsparung von Personal oder Personalkosten, Outsourcing von Leistungen oder Reduzierung und Rationalisierung von Leistungen optimiert werden kann.

Der Umsatz von Fresenius hat sich unter Schneiders Ägide zwischen 2003 und 2016 vervierfacht, der Gewinn verzwölffachte sich. Die Aktie kletterte von 4 auf über 70 Euro. Aus der ertragsschwachen Klinikkette Helios hat er Margen rausgeholt, von denen die meisten Wettbewerber träumen. Fresenius agierte in lukrativen Nischenmärkten wie Infusionslösungen und Dialyse, die Schneider nur konsequent ausbauen musste. Die Klinikkette Helios, die Fresenius 2005 mit einem Bestand von 25 Krankenhäusern erwarb, brachte er durch Zukäufe und Rationalisierung „in die Spur“. Am Ende stand ein Klinikimperium mit über 100 Hospitälern, über fünf Milliarden Euro Umsatz und einer Gewinnmarge von 15 Prozent.

Zum Vergleich: Rund die Hälfte der Helios-Wettbewerber schreibt Verluste. Schneider hatte bevorzugt  kommunale Kliniken aufgekauft, die finanziell vor Hürden standen, Stellen gestrichen, mit Lieferanten bessere Konditionen für Pflaster und OP-Besteck verhandelt und alles, was nicht zum Kerngeschäft gehörte, wie etwa Wäschereien, ausgegliedert.

Alles perfekt?

Für die Gewinnmarge und Aktionäre – mutmasslich.

Für Mitarbeiter, Arbeitszeiten und -bedingungen, Patienten und Patientenversorgungsqualität? Da gehen Meinungen immer wieder mal und auch medial auseinander bei Marburger Bund, Ver.di, Mitarbeitern oder Patienten und deren Angehörigen einerseits und Konzernleitung andererseits. 

Ein Schelm, der sich keine Gedanken darüber macht, wie man von einem Gesundheitskonzern wechseln kann, der den Markt für Dialyse und Infusionslösungen erfolgreich ausweitete zu einem Konzern, dessen Produkte nicht nur für Kinder und deren Körpergewicht und zunehmende Erkrankungen durch ungesunde Ernährung und Übergewicht kritisiert werden. Und dies in Zeiten, in denen allerortens wegen steigender Zahl von Diabetes und Übergewicht und anderen ernährungsbedingten Krankheiten sogar wegen der Zahl von Dialysepatienten um Organspende nicht mehr geworben wird, sondern ungeniert die Widerspruchslösung gefordert wird.

Ein Schelm, der sich nichts Böses dabei denkt, wie man den Markt nicht mehr erst bei Dialyse und Infusionslösungen, in Kliniken ausweitet und in Gewinnbilanzen wandelt, sondern eine Stufe früher ansetzend nun ausgerechnet einen Konzern zu noch grösserer Marktmacht führen will, der in nicht kleinem Maße mit Kalorienbomben und Fertigprodukten ohnehin enormen Profit macht. Einiges dazu lässt sich bereits lesen, nicht nur hier.

Ein Schelm, der………?

Ni X für U ngut.

 

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